Fasnacht Baselland 2015

Eins, zwei, drei – der Startschuss zur Bauernfasnacht fällt

Der Wagen der Schickeria-Waggis, letztes Jahr beim Fasnachtsumzug in Sissach.

Der Wagen der Schickeria-Waggis, letztes Jahr beim Fasnachtsumzug in Sissach.

Bei der Fasnacht hat alles seine alte Ordnung: die Herren zuerst – dann die Bauern. Ob man nun Fasnachtslaie oder -kenner ist, spielt keine grosse Rolle, denn für beide gibt es in den kommenden Tagen eine enorme Vielfalt an Anlässen.

Wenn in Liestal grosse Hitze und gigantische Flammen die Nacht zum Tag machen, steht nicht etwa das Städtchen selbst in Flammen. Nein, dann steht der Chienbäse-Umzug an. Es ist der feurige Höhepunkt überhaupt bei der Bauernfasnacht. Jahr für Jahr gibt es am Fasnachtssonntag, um 19.15 Uhr, ein Feuerspektakel im Baselbieter Hauptort. In wochenlanger Vorarbeit haben die Aktiven die zahlreichen Chienbäse und die grossen Feuerwagen in schweisstreibender Manier hergestellt, die dann wie Feuerlinien durch die Altstadt ziehen.

Die Liestaler Fasnacht beginnt jedoch mit dem Umzug am Sonntag um 13.15 Uhr. Das Motto dieses Jahr ist der Aussichtturm, der schon seit 125 Jahren die Konstante des Städtchen ist. Der Umzug führt vom Sportplatz Gitterli bis zum Wasserturmplatz. Es folgen einen Abend später die Schnitzelbänke, die in den Beizen und Cliquenkellern die Menschen zum Lachen bringen werden. Beim Obestraich am Montag, ab 21.30 Uhr, wird wieder gepfiffen und geschränzt. Der Obestraich macht es aus, dass wild gegässelt wird. Die Besucher können erleben, wie die Fasnacht noch in ihrem Ursprung gelebt wird.

Fasnacht, wohin man blickt

Das Sujet der Birsfelder Fasnacht widmet sich dem grossen Problem Littering, welches die Gemeinde plagt. Die Birsfelder Fasnacht am Samstag startet mit dem Umzug auf der Hauptstrasse, die verschiedenen Cliquen absolvieren die Route dreimal. Anschliessend präsentieren sich die Cliquen beim Kirchmatt-Schulhaus, darauf folgt am Abend die Beizenfasnacht mit Guggen und Schnitzelbänken.

In Pratteln wird dieses Jahr schon zum 50. Mal die Fasnacht gefeiert. Die Ouvertüre erfolgt am frühen Morgen des Samstags mit dem «Dr Butz fahrt us», am Abend ist der Sternmarsch diverser Guggen unter dem Motto «Mir gän Gas». Sonntags ist schliesslich der Höhepunkt der Prattler Fasnacht: Um 14 Uhr startet der grosse Fasnachtsumzug im Dorfkern. Auf dem Dorfturnhallenplatz heizt das Guggenkonzert die Menschen ein für die grosse Fasnachtsparty in der alten Dorfturnhalle. Eine knappe Woche später, am Samstag, folgt zum Abschluss ab 20 Uhr der Cherus im Kuspo.

Der Fasnachtsumzug in Sissach ist ein fester Bestandteil der Oberbaselbieter Fasnacht. Am Fasnachtssonntag beginnt sie um 10 Uhr mit dem Verkauf der Glöggeliwagen. Ab 14.00 Uhr beginnt der Umzug, bei dem sich rund 70 Gruppen beteiligen. Es folgt am Dienstag der Kindernachmittag: Kindern wird ein Programm unter Mitwirkung der Guggen und Cliquen geboten. Der Abschluss ist am Donnerstag die Chluriverbrennung auf der Allmend um 19.30 Uhr.

Oberdorf spürt die Konkurrenz aus Sissach und Liestal, trotzdem gibt es wie jedes Jahr den farbenfrohen Umzug im Zeichen des 40-Jahr-Jubiläums. Start des Umzuges am Sonntag ist 14.30 Uhr. Neu ist dieses Jahr, dass es kommenden Mittwochnachmittag einen Kinderumzug in Niederdorf gibt – dann aber mit der geballten Kraft dreier Gemeinden: Hölstein, Oberdorf und Niederdorf veranstalten diesen zusammen.

Die Dornacher haben am Samstag um 14 Uhr den grossen Umzug. Am Vorabend des Basler Morgestraich findet bei der Sportanlage Gigersloch das Abbrennen des Fasnachtsfeuers statt.

Wenn das Wochenende vorbei ist, ist das aber noch längst nicht das Ende der Bauernfasnacht. Die Umzüge in Gelterkinden und Frenkendorf, starten am Montag jeweils um 14.00 Uhr. Wie die Basler hüpfen auch die Gelterkinder früh aus dem Bett für ihren Morgestraich, der um 4 Uhr beginnt. Am Abend sind in den beiden Dörfern die Schnitzelbänkler auf Beizentour.

Auch in zahlreichen anderen Gemeinden finden fasnächtliche Anlässe statt, die gesehen und miterlebt werden müssen.

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