Laufen

Dem FC Laufen kann wohl nur noch ein Wettskandal helfen

Das Laufestäbli erklärt den Gästen seinen «Guide Laufonnais». bü

Das Laufestäbli erklärt den Gästen seinen «Guide Laufonnais». bü

Fünf Schnitzelbänke steppten am Sonntagabend im Stedtli Laufen von Beiz zu Beiz – und sangen über diese. Aber auch der FC Laufen, der Kreisel in Zwingen, Bundesrat Ueli Maurer und seine Gripen sowie der Laufner Stadtrat bekommen ihr Fett weg.

In den Laufner Beizen finden die Schnitzelbänggler alles: Nahrung für scharfzüngige Verse und an der Fasnacht ein gut gelauntes Publikum. Erstaunlich früh am Abend ist das Laufestäbli samt Helgen-Edeldame im «Lämmli» anzutreffen. Wie immer ist es bestens orientiert, was in Laufen so abgeht. Diesmal sticht es in einem ellenlangen, heftig beklatschten Vers zur Striggede-Melodie bei 14 Laufner Beizen «yyne» und zieht unter anderem auch das «uuse»:

I dr Chrone macht dr Bättig Pizza
Johr für Johr,
d Pyjama-Hose, wo er treit,
hei kai Alter meh, s isch wohr!

Und zum FC Laufen singt das Laufestäbli:

Dr FC Laufe muess sich schämme,
jetz gheie jo scho d Sichtschütz zämme.
Jetz hilft nur no e Wettskandal,
wo d’Pünggt här chömme isch egal.

Punkten beim Publikum können hingegen Heinz und Thomy alias Raphi und Jölle vom «Gasthof zum goldene Schäufele in Bad Speckinge». Die beiden badischen Spitzenköche verblüffen mit ihrem Alemannisch und wechselnden Melodien. «Boys, Boys, Boys» von Sabrina etwa hört sich bei ihnen so an:

Neus neus neus – Des chasch z’Laufe
glatt vergesse
Neus neus neus – suechsch im Stedtle
ummesunscht
Neus neus neus – do gitts immer
s’Gliiche z’fresse
Neus neus neus – s’risst sich keine
um di Gunscht

Zerscht im Hirsche kli go pirsche
au im Tännle hets kei Männle
oh bim Inder gohts nid gschwinder
Im Pizza Pazza wird’s kei Platz ha
I dr Krone gibts Calzone
Au im Oxe gibts e Hoxe
und bim Zemp gisch s’ letschte Hemp
Nur dr Kern de hani gern

Speus speus speus – do in Laufe
chasch nüt esse
Speus speus speus – do gits überall n
ur s Gliich

Im Restaurant Lämmli wird es eng, als die Guggenmusik Agfrässeni Laufen das «Miss Gschigg» mit der Miss-Wahl laut hinaus posaunt. Ein Abstecher ins ebenfalls proppenvolle «Rathausstübli» führt deshalb direkt zu Papageno und Papagena, die für einmal von der Vogelhändler-Melodie zu weihnachtlichen Klängen wechseln:

Vom Himmel hoch, da komm ich her,
i heisse Felix Baumgartner.
Zugschaut haben mir viel tausig Leut,
das hat vor allem meinen Sponsor erfreut.
Wo dr Ueli Murer gseht, dass dä ä Gripen überholt,
het är vo Red Bull grad än Offärtä igholt.

Mächtig auf den Putz hauen die Lumpesammler, die mit ihrem Ohrwurm «Jä, nei hösch, dää chasch nit bringe, mir si vo Zwinge» bald einmal das halbe Stedtli angesteckt haben. Sie finden heraus, dass man es mit der Gattin nicht zu wild treiben sollte:

Eimol, zwöimol, drümol, viermol, föifmol, sächsmol, siebe, achtmol, nünmol, und
no einisch, s isch nit übertriebe.
Nachem ölfte Mol seit mi Frau, jetz längts,
si hoggt näbe mir im Chare,
dr Kreisel z Zwinge fing i so geil,
i will no eimol drumume fahre.

Nach Monaten der inneren Einkehr stellen die auf- und abgeklärten Wanderprediger in der Mönchskutte die Kardinalsfrage, die Laufen bewegt:

Me zellt und zellt und zellt und zellt
und gwunne hei die Schwarze,
me zellt und zellt und zellt und zellt
und denn hetts afo harze.
Alli säge, mir heis gschafft,
d Parteie duet das schluuche.
D Frog isch nur: Chasch alli gwählte Chnörz im Laufner Stadtroot bruuche?

Meistgesehen

Artboard 1