Liestal

Beim Feuerinferno gab es zwei Verletzte - Hundegebell rettet die anderen Anwohner

Beim Wohnhausbrand des Bauernhofs beim Windental entstand ein Sachschaden im sechsstelligen Bereich. Die Brandursache ist noch unklar. Eine 40-jährige Frau und ein 51-jähriger Mann wurden verletzt. Dank des Hundegebells sonst niemand.

In der Nacht auf Donnerstag ist das Wohnhaus des Bauernhofs beim Windental oberhalb Liestal oberhalb Liestal vollständig ausgebrannt, wie die bz berichtete.

Zwei Personen seien verletzt worden, teilte die Kantonspolizei am Donnerstag mit.

Andere Bewohner konnten sich dank des Gebells des Hofhundes im letzten Moment aus dem Haus retten. Die Brandursache ist noch unklar. Der Kriminaltechnische Dienst der Baselbieter Polizei führt die Ermittlungen und Abklärungen durch.

Innert Minuten im Vollbrand

Das Feuer wurde um 1.22 Uhr bei der Einsatzleitzentrale der Polizei gemeldet. Das von mehreren Parteien bewohnte mehrstöckige Haus stand innert weniger Minuten im Vollbrand. Die Stützpunkt-Feuerwehren aus Liestal und Sissach konnten nur noch das Überspringen der Flammen auf das danebenstehende Ökonomiegebäude verhindern.

Verletzt wurden eine 40-jährige Frau sowie ein 51-jähriger Mann. Beide wurden in Spitalpflege gebracht. Den Sachschaden konnte die Polizei zunächst nicht beziffern; er sei jedoch sicher sechsstellig.

Neben den beiden Stützpunkt-Feuerwehren, der Sanität und der Polizei standen das Baselbieter Feuerwehr-Inspektorat, die Elektra Baselland sowie das Baselbieter Amt für Umweltschutz und Energie im Einsatz.

Stadtpräsident zeigt sich «betroffen»

Stadtpräsident Lukas Ott und Stadtverwalter Benedikt Minzer nahmen gestern Morgen nach dem tragischen Zwischenfall einen Augenschein beim Windentalhof. Dies habe ihm Gelegenheit gegeben, den Betroffenen die Anteilnahme und das Mitgefühl des Stadtrats auszusprechen, erklärte Ott.

Glücklicherweise hätten alle Leben gerettet werden können, aber sonst hätten die Bewohnerinnen und Bewohner über Nacht alles verloren.

«Es macht mich betroffen, wie schnell sich für sie in kürzester Zeit alles geändert hat – und es macht uns bewusst, wie kostbar ein von schweren Schicksalsschlägen verschontes Leben ist.

Noch vor zehn Tagen haben wir uns am Chienbäse von der archaischen Kraft des Feuers faszinieren lassen, jetzt wurden wir mit der zerstörerischen Seite derselben Kraft konfrontiert – es sind zwei Seiten derselben Medaille», meint der Stadtpräsident weiter.

Dank des beherzten Eingreifens der Feuerwehr, die einen grossen Dank verdiene, habe das Ökonomiegebäude gerettet werden können. Das alte Wohngebäude jedoch sei verloren, es bleibe nur die Möglichkeit eines Neubaus.

Und Lukas Ott stellt weiter fest: «In Liestal besteht zum Hof im Windental eine starke Verbindung, da er auf Sichtdistanz zum Stedtli liegt.» (sda/bz)

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