Universitäts-Neubau
Zürcher Architekten bauen den Zahnmedizin-Campus

Im Rosental-Quartier kommen Studenten, Forscher und Patienten unter ein Dach. Der Zahnmedizin-Campus wird von Zürcher Architekten entworfen und gebaut. Bis 2019 sollte dieser fertig sein.

Muriel Mercier
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Visualisierung des Siegerprojekts für das neue Zentrum für Zahnmedizin.

Visualisierung des Siegerprojekts für das neue Zentrum für Zahnmedizin.

Zur Verfügung gestellt

Zu wenig Platz für Studenten, ungenügende Ausstattung für Forschungsmöglichkeiten, zu kleine Behandlungsräume für Patienten. Roland Weiger, Departementsvorsteher der Universitären Zahnklinik Basel, zählt die Probleme seiner Fakultät auf. Kurzum: Das Zentrum für Zahnmedizin der Uni Basel (UZB) braucht einen Neubau.

Die Herausforderung besteht darin, im geplanten Campus im Kleinbasler Rosental-Quartier den Bedürfnissen der unterschiedlichen Nutzer – Patienten, Forschern und Studenten – gerecht zu werden, fasst Kantonsbaumeister Fritz Schumacher zusammen.

OP und Hörsaal in einem Haus

Das Architekturbüro Birchmeier Uhlmann und Rabinovich Architekten AG nimmt sich dieser Aufgabe an. Die Architekten aus Zürich haben sich mit ihrem Projekt «Diastema» gegen 15 Mitstreiter durchgesetzt. Das Siegerprojekt überzeugte die elfköpfige Jury einstimmig durch seine klare städtebauliche Setzung, die Massstäblichkeit zu den benachbarten Gebäuden sowie die grosszügige Eingangssituation. Zudem sei die interne Organisation des fünfstöckigen Gebäudes optimal gelöst, erklärt Schumacher. «Operationssäle, Röntgenräume, Werkstätten und Hörsäle müssen nebeneinander Platz haben. Die verschiedenen Funktionen dürfen nicht vermischt werden.»

Das Architekturbüro Birchmeier Uhlmann + Rabinovich Architekten AG aus Zürich entwirft den Neubau für das «Universitäre Zentrum für Zahnmedizin Basel».

Das Architekturbüro Birchmeier Uhlmann + Rabinovich Architekten AG aus Zürich entwirft den Neubau für das «Universitäre Zentrum für Zahnmedizin Basel».

Visualisierung zvg

Die jetzige räumliche Begrenzung an der Hebelstrasse 3 ist schon länger ein Thema, führt Roland Weiger aus. «Für einige Untersuchungen müssen wir uns nach aussen orientieren. Eine Grundausstattung vor Ort ist durchaus sinnvoll.» Auch, um für die Studenten, die in die Forschung einsteigen möchten, attraktiv zu sein. Zudem: «In den letzten Jahren hat die Anzahl der Studenten sowie der Mitarbeiter zugenommen.»

Synergien nutzen

Noch steht die Frage im Raum, ob künftig die Universitären Kliniken für die Zahnmedizin, die Schulzahnklinik sowie die Volkszahnklinik unter einem Dach zusammengeführt werden. Den Gesetzesentwurf hat der Regierungsrat dem Grossen Rat vorgelegt. Während die linken Parteien gegen die Zusammenlegung sind, sprechen sich die CVP, SVP und LDP dafür aus.

Von der Zusammenlegung erhofft man sich Synergien im klinischen, administrativen und technischen Bereich, sagt Tschumi. Zudem soll der Zusammenschluss den Wissenstransfer aus der Forschung in die Praxis sowie in die Fortbildung von Zahnmedizinern begünstigen. Der Grosse Rat wird seinen Bericht nach den Sommerferien vorlegen.
Dann wird auch mit dem Vorprojekt des UZB begonnen, ab 2015 soll es gebaut, bis spätestens 2019 fertig sein. Die Gesamtkosten des Geschosses belaufen sich auf rund 100 Millionen Franken.

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