Basel
Winterzauber auf dem Basler Messeplatz hat nicht rentiert

Initiator Harald Süss hat 5,5 Millionen Franken in das Projekt auf dem Messeplatz investiert. Die Erlebniswelt schreibt aber rote Zahlen.

Muriel Mercier
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Basler Winterzauber. (Bild: Martin Töngi)

Basler Winterzauber. (Bild: Martin Töngi)

bz Basellandschaftliche Zeitung

Der Winterzauber auf dem Basler Messeplatz hätte die Stadt verzaubern sollen. Initiator Harald Süss wollte den Besuchern der Erlebniswelt ein einzigartiges «Fest der Sinne für Augen, Ohren, Nase und Mund» bieten. Seine Erwartung von mindestens einer halben Millionen Besuchern während der 37 Tage Winterzauber wurde aber nicht erfüllt. Nur etwa 420000 Gäste fanden den Weg auf den Messeplatz, Süss spricht von einem finanziellen Defizit im siebenstelligen Bereich.

Er selbst investierte 5,5 Millionen Franken in sein Projekt, bezahlt aus eigener Tasche. Aber: «Es war klar, dass ich die 5,5 Millionen nicht im ersten Jahr einspiele. Winterzauber soll mehrere Jahre stattfinden.» Ein Grund für das Defizit sei der geplante Eintrittpreis gewesen, der nach nur wenigen Tagen abgeschafft werden musste. Die Leute waren nicht bereit, Geld für den etwas anderen Weihnachtsmarkt zu bezahlen.

Christoph Baumgartner, künstlicher Leiter des Winterzaubers, kann dies verstehen: «Es gab bestimmt Besucher, die nicht wegen der Konzerte gekommen sind. Und diese wollten natürlich keinen Eintritt bezahlen.» Baumgartners musikalisches Konzept jedenfalls ist aufgegangen, wie er bestätigt: «Wir haben unser Budget von etwa 350000 Franken eingehalten.» Alle Konzerte konnten reibungslos durchgeführt werden, absolutes Highlight sei die Walliser Sängerin Stefanie Heinzmann gewesen. «Der Publikumsbereich vor der Bühne war an diesem Abend ‹pumpenvoll›.»

Harald Süss wartet nun die genaue Winterzauber-Bilanz ab, die Ende Januar vorliegen wird. Aufgeben will Süss aber nicht: «In den nächsten Wochen will ich mit der Stadt über einen möglichen neuen Standort für den Winterzauber 2011 reden.» Der Messeplatz kommt wegen Umbauarbeiten in diesem Jahr nicht mehr infrage.

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