Eines vorweg: Schuld am kuriosen Fasnachtswetter ist nicht Petrus, der ist nämlich bekanntlich ein Fasnächtler, sondern das Sturmtief «Eberhard». Bereits am Sonntagabend fällten dessen heftige Windböen mehrere Fasnachtslaternen beim Einpfeifen. Und der Wind bläst auch weiterhin kräftig.

Für den Cortège am Montag heisst das: Anschnallen. Nach 6 Grad am Morgestraich, Nieselregen und Sonnenschein am Montagmorgen und sogar einem kleinen Schneesturm zur Mittagszeit heisst die einzige Konstante: Wind. Und der bläst mächtig. Das führt zu einem wechselhaften Wettergemisch, das den Fasnächtlern zu schaffen machen kann.

Die drei Tage im Überblick

Am Montag bleibt es wechselhaft bewölkt, es kommt auch am Nachmittag zu Regenschauern. Besonders zur Cortège-Zeit, also zwischen 13 Uhr und 18 Uhr, kann es immer wieder feucht werden. Abends lichten sich die Wolken, es dürfte erneut eine sternenklare Nacht geben. Es bleibt windig und es wird kalt. Die Temperaturen bewegen sich dann um den Nullgradpunkt.

  • Für den Cortège bedeutet das: Regenschutz mitnehmen, Kalbfelltrommeln zu Hause lassen.
  • Für den Abend heisst das: Warm einpacken und Beizenfasnacht.

Am Dienstag aber bessert sich die Wetterlage massiv. Am Morgen gibt es sogar eitel Sonnenschein, am Nachmittag wird der Himmel wieder bedeckter. Es wird aber warm, sehr warm im Verhältnis zum Montag: Der Dienstag soll frühlingshafte 11 Grad Celsius bringen. Nachts könnte es aber regnen.

Am Mittwoch sieht es wieder aus wie am Montag. Dafür ist am Nachmittag eher mit Sonnenschein zu rechnen – sofern «Eberhard» oder eben die Wetterlage mitspielt. Für den Mittwochs-Cortège also gute Aussichten. Weniger gut sieht es am Abend aus, je nach Wetterbericht ist sogar mit Gewittern zu rechnen. Nach den Erfahrungen der vergangenen Tage klingt das gar nicht mal so bizarr. Auf den Ändstraich hin kann es wieder zu Nieselregen kommen, aber davon wollen wir noch gar nichts wissen. Weder vom Ändstraich noch von feuchtem Wetter.

Vorsicht mit Laternen

Wirklich zuverlässig sind die Prognosen allerdings nicht. Je nachdem, wie der Wind bläst, kann sich die Lage rasch ändern. Für die Fasnächtlerinnen und Fasnächtler heisst das vor allem eines: Alle losen Sachen gut anbinden, Laternen festhalten oder im Notfall einstellen und das Warme aufsuchen.

Das Gute ist, dass in Basel die Beizenfasnacht wieder aktiver gelebt wird. Zudem wurde das Angebot reichhaltiger. Unter anderem macht auch das Unternehmen Mitte mittlerweile auf Fasnacht statt auf Party, um das berüchtigte Gläbberglässli zu entschärfen. Wem das immer noch zu abenteuerlich ist, dem sei ein Gang in die Basler Berge rund um Spalenberg und Nadelberg empfohlen. Oder ins Glaibasel: Dort gibt es nicht nur die ruhigeren Seiten der Fasnacht zu entdecken.