Wohl kaum ein anderes Sportereignis zieht so viel Aufmerksamkeit auf sich wie der Super Bowl in den USA. Am 4. Februar war es wieder soweit und das Ereignis der Superlative wurde beinahe von einer Milliarde Zuschauern auf der ganzen Welt mitverfolgt. Dieses Megapublikum zieht auch Firmen in den Super-Bowl-Bann. Um ihre Spots während den Werbepausen zeigen zu können, geben Firmen Beträge in Millionenhöhe aus. Dieses Jahr war der Basler Tänzer und Choreograph Viet Dang Teil des Spots von Pepsi.

Viet Dang, wie Sind Sie zu diesem Job gekommen?

Viet Dang: Um den Job zu bekommen, musste ich mehrere Casting Runden überstehen. Bei der ersten und zweiten Runde musste ich wie Michael Jackson tanzen. Bei der dritten Runde wurde dann entschieden, dass ich Teil des Pepsi Werbespots sein werde. Ich war schlussendlich einer von drei Tänzern, der sich gegen rund 10'000 Mitbewerber durchsetzen konnte.

Sie sagen, dass Sie im Casting wie Michael Jackson tanzen mussten. Ist der King of Pop Ihr Vorbild?

Ich sah schon immer viel mehr Janet Jackson als mein Vorbild an, denn meine eigene Körpersprache beim Tanzen entspricht eher der von Janet als der von Michael Jackson. Ich war also zu Beginn doch ziemlich nervös als ich wie Michael Jackson performen musste.

Immerhin eine Ikone der Popmusik, die alle Menschen verbindet.

Bevor der Spot veröffentlicht wurde, produzierte Pepsi letztes Jahr im Frühling einen anderen Werbeclip ganz im Sinne von «Black Lives Matter». Doch dieser Spot ging nach hinten los und wurde von Pepsi zurückgezogen. Der neue Clip greift nun alle alten Spots auf, die bereits gut gelaufen sind, zeigt Superstars wie Britney Spears oder Cindy Crawford und kombiniert diese mit der neuen Generation.

Wie war das Gefühl für Sie bei einem derartigen Werbespot mitwirken zu dürfen?

Mittendrin zu sein als Basler Choreograph ist eine enorme Geschichte auf verschiedenen Ebenen. Einerseits ist es ein grosser Werbespot eines grossen Unternehmens, anderseits ist der ganze Inhalt des Clips eine tolle Sache. Und nicht zuletzt war es finanziell lukrativ, denn in den USA wird man nicht nur für den Dreh bezahlt, sondern erhält für jede einzelne Ausstrahlung des Spots Geld.