Eisbahn
Viele Besucher: Die Markthalle wurde warm mit dem Kunststoff-Eis

In der Markthalle gab es dieses Jahr die einzige Eisbahn in der Innenstadt. Die Betreiber sind zufrieden: Besonders das Kinder-Programm habe gut funktioniert. Margarethen und Eglisee spürten trotzdem nichts von der Konkurrenz.

Jasmin Grasser
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Klein und gross schossen über das Kunststoff-Eis der Markthalle (ZVG)

Klein und gross schossen über das Kunststoff-Eis der Markthalle (ZVG)

Bei der aktuellen Wetterlage geht schnell vergessen, dass der Winter eigentlich auch angenehme Seiten hat: Skifahren, Schlitteln und Schlittschuhlaufen zum Beispiel. Für Letzteres gab es in der Basler Markthalle eine gedeckte Kunststoffeisbahn, die bis zum 2.Februar offen stand.

Betreiber sind zufrieden

«Wir ziehen eine gute Bilanz der Eisbahn», sagt Philipp Schoch, Leiter der Markthalle Basel. «Besonders das spezielle Programm für Kinder hat gut funktioniert.» Jeweils am Mittwoch- und Samstagnachmittag gab es dieses Kinderprogramm, das laut Schochs Angaben gut besucht war. «Es kamen viele Schul- und Kindergartenklassen zu uns», so Schoch. «Rund 50 Kinder waren im Durchschnitt pro Tag auf dem Eis.»

Die Ladenbesitzer hätten ein positives Feedback gegeben. «Mir wurde von Fällen berichtet, in denen sich die Kinder auf dem Eis vergnügt haben, und ihre Eltern in der Zwischenzeit einkaufen gingen.» Die Kinderbetreuung sei zwar eine Dienstleistung für die Eltern, aber weitere Veranstaltungen würden nicht zwingend nach diesem Grundgedanken umgesetzt.

Eine Verlängerung der Eisbahnzeit wird es nicht geben: «Wir haben das Zeitfenster von Anfang an so geplant, wie es durchgeführt wurde.» Schoch kann sich allerdings vorstellen, nächstes Jahr eine Neuauflage zu realisieren, falls die Veranstaltungsfläche dann noch existiert. «Solche Events stärken die Frequenz und das Image der Markthalle». Denn in ihrer jetzigen Form wird es die Markthalle im nächsten Jahr nicht mehr geben: Im März wollen die Eigentümer über das neue Konzept informieren. «Wir sind in der Planung, Genaueres kann ich noch nicht sagen», gibt sich Schoch bedeckt. «Synergienutzungen in Einkaufszentren sind nichts Neues», folgert Mathias Böhm, Geschäftsführer von Pro Innerstadt. Solche Veranstaltungen gäbe es weltweit in Innenstädten. Wechselnde Angebote seien attraktiv und würden mehr Laufkundschaft bringen. Wichtig sei dabei, dass sich die Anwohner nicht durch die Veranstaltungen gestört fühlen. Da sei die Markthalle in einer guten Position, «Bei solchen Projekten ist vor allem der Zeitpunkt, der Ort und die Umsetzung wichtig.»

Stabile Besucherzahlen

Die Konkurrenz in Basel gibt sich gelassen: «Das Fahren auf Plastik-Eis ist einfach anders als auf richtigem Eis», sagt Anna-Maria Batt von der Kunsteisbahn Eglisee. Sie habe nichts gespürt von der Eisbahn in der Markthalle, ihre Besucherzahl bewege sich auf ähnlichem Niveau wie das letzte Jahr. Auch Rolf Moser vom Basler Sportamt schliesst sich dem an: «Von den Zahlen her haben wir auf der Kunsteisbahn Margrethen nichts von der Markthalle gespürt.»