Starker Franken
Tally Weijl zahlt Angestellte nun in Euro aus

Die Modemarke Tally Weijl mit Sitz in Basel wird zukünftig auch ihre Basler Angestellten in Euro ausbezahlen. Dadurch soll das Währungsrisiko vermieden werden, welches durch den starken Franken entsteht, da sich viele Filialen im Ausland befinden.

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Der Hauptsitz des Tally Weijl in Basel an der Viaduktstrasse.

Der Hauptsitz des Tally Weijl in Basel an der Viaduktstrasse.

bz

Ein Grossteil aller Filialen der internationalen Modemarke Tally Weijl befindet sich in Euroländern. Der Firmenhauptsitz ist jedoch in Basel: Hier werden an zwei Standorten insgesamt 202 Mitarbeiter beschäftigt (die Hälfte davon sind Grenzgänger).

Deren Löhne sollen zukünftig in Euro ausbezahlt werden. Neuen Mitarbeitenden werden ausschliesslich Verträge mit Salären in Euro angeboten, heutige Angestellte dürfen frei zwischen einem Lohn in Schweizer Franken oder Euro wählen. Auch Lieferantenverträge sollen auf Euro abgeändert werden, diese basieren bisher noch auf Schweizer Franken. Es sind lediglich Angestellte am Basler Hauptsitz von dieser Änderung betroffen.

Grund für die neue Regelung ist das Währungsrisiko, das der starke Schweizer Franken mit sich bringt. Ein Grossteil der Kosten von Tally Weijl fällt am Basler Hauptsitz an, der Hauptanteil des jährlichen Umsatzes von umgerechnet 400 Millionen Franken wird jedoch in den Filialen im Ausland erwirtschaftet. Zum Vergleich: Von den 800 Geschäften (davon 350 Partnerstores) befinden sich gerade mal 92 in der Schweiz.

«Die Frankenstärke bedeutet für uns ein enormes Währungsrisiko», erklärt Beat Grüring, CEO und Mitinhaber von Tally Weijl. «Wir sahen uns deshalb vor die Wahl gestellt, entweder unseren Hauptsitz in den Euroraum jenseits der Grenze zu verlegen, oder das Risiko dadurch zu verringern, dass wir inskünftig auch die Kosten und nicht nur die Erträge vermehrt in Euro abrechnen können. Dies gibt uns eine grössere Planungssicherheit und hilft damit dem weiteren Ausbau unseres Geschäfts.» (iwi)

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