ICE-Entgleisung
Strecke früher als erwartet freigegeben – dafür erneute Beeinträchtigung wegen Fahrleitungsstörung

Nach der Entgleisung eines Personenzuges in Basel vom Sonntagabend ist die Strecke seit Mittwochmorgen wieder vollständig freigegeben worden. Jedoch wurde der Bahnverkehr auf dieser Strecke wegen einer Fahlreitungsstörung erneut beeinträchtigt.

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In Basel ist im Februar 2019 ein Intercity-Zug (ICE) der Deutschen Bahn (DB) entgleist.
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Beim verunfallten Zug handelt es sich um den ICE 373, der von Berlin Ostbahnhof nach Interlaken Ost unterwegs war.
Aus den Schienen sprangen der Triebkopf und ein Wagen.
Entgleist ist der Zug um 20.50 Uhr nach dem Badischen Bahnhof auf der Fahrt in Richtung Basel SBB in der Nähe des Bethesda-Spitals.
Nach dem Unfall blieb die Strecke zwischen Basel SBB und dem Badischen Bahnhof in beiden Richtungen gesperrt.
Mehrere Züge fielen in der Folge aus. Wie lange der Streckenunterbruch zwischen der Schweiz und Deutschland dauern wird, war zunächst offen.
Die SBB entschuldigten sich für die Unannehmlichkeiten.
Rund 240 Fahrgäste waren an Bord des Zuges.
Die Evakuierung durch die Feuerwehr war gegen 22.45 Uhr abgeschlossen.
Eine Person begab sich laut Mitteilung der Polizei in Sanitätspflege.
Reisende müssen auf die Strassenbahn oder den Bus umsteigen.
Zudem verkehren am Montag Shuttlezüge via dem Basler Rangierbahnhof.
Die Streckensperrung solle voraussichtlich bis in die Abendstunden am Dienstag andauern.
Einsatzleiter Martin Spichale gibt den Medien Auskunft.
Die Unfallursache ist laut Angaben des Basler Justiz- und Sicherheitsdepartements unklar.
Auch die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle (SUST) des Bundes nahm Ermittlungen auf.
Das Innere des entgleisten ICE-Zugs.

In Basel ist im Februar 2019 ein Intercity-Zug (ICE) der Deutschen Bahn (DB) entgleist.

Nicole Nars-Zimmer (niz)

Nach der Zugentgleisung vom Sonntagabend in Basel ist die Verbindung zwischen dem Badischen Bahnhof und dem Bahnhof SBB am Mittwochmorgen früher als erwartet wieder vollständig freigegeben worden. Allerdings wurde der Bahnverkehr auf dieser Strecke wegen einer Fahrleitungsstörung erneut beeinträchtigt.

Ereignet hat sich die Fahrleitungsstörung nach Auskunft eines SBB-Sprechers bei der Ausfahrt von Basel SBB in Richtung Badischer Bahnhof. Einen Zusammenhang mit der Entgleisung vom Sonntag schliessen die SBB jedoch aus.

Die nach der Entgleisung eines deutschen ICE seit Sonntagabend gesperrte Verbindung zwischen dem Badischen Bahnhof und Basel SBB konnte am Mittwoch ab Betriebsbeginn wieder vollständig freigegeben werden. Ursprünglich war vorgesehen, den Bahnbetrieb am Mittwoch zunächst auf dem einen und Donnerstag dann auch auf dem anderen Gleis wieder aufzunehmen.

Nach Auskunft der SBB konnten die Reparaturarbeiten schneller als geplant abgeschlossen werden. Wegen der Entgleisung mussten mehrere hundert Meter Gleisanlagen und die Sicherungseinrichtungen repariert werden.

Das Malheur war passiert, als am Sonntag um 20.50 Uhr nach dem Befahren der Eisenbahnbrücke über den Rhein ein ICE aus Berlin nach einer Weiche plötzlich zweigleisig weiterfuhr: der Triebkopf auf dem rechten Gleis und der Rest auf dem linken. Jener Streckenabschnitt liegt direkt neben der viel befahrenen Autobahn A2 aus Deutschland.

Quer bis vor Betonmauer

Als der ICE mit rund 240 Passagieren nach über 800 Metern zum Stillstand kam, war der zwischen Lok und Zugrest quer über den Schotter mitgeschleppte erste Wagen nur noch zwanzig Meter von einer Trennwand in einem Tunnel entfernt. Ein SBB-Einsatzleiter sprach am Montag vor den Medien denn auch von viel "Glück im Unglück".

Seit Montag fuhren stündliche Shuttlezüge zwischen jenen beiden Basler Bahnhöfen, mit einer Spitzkehre im nahen Rangierbahnhof. Umsteigepassagiere können neben dem Shuttle auch das so kaum langsamere Tram 2 durch die Stadt nehmen.

Die meisten Züge, die normalerweise zwischen der Schweiz und Deutschland durchfahren, fielen wegen der Entgleisung aus. Einzelne Züge indes liess die Deutsche Bahn ausnahmsweise ohne Halt am Bahnhof SBB nach Italien und Zürich respektive zurückfahren.

Zur Unfallursache liegen noch keinen Angaben vor. Die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle (Sust) als unabhängige Bundesstelle ist für diese Untersuchung zuständig. Zur letzten Entgleisung in Basel von 2017 - ebenfalls eines ICE - ist die Untersuchung noch nicht abgeschlossen.