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Starker Franken sei Dank: Lonza führt 43-Stunden-Woche ein

Der starke Franken wird Lonza dieses Jahr 60 bis 70 Millionen Franken kosten. Davon besonders betroffen ist das Werk Visp. Dort müssen die Angestellten nun pro Woche zwei Stunden länger arbeiten.

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Lonza-Werk in Visp

Lonza-Werk in Visp

Keystone

Im Lonza-Werk in Visp müssen alle Angestellten per 1. Juli alle Mitarbeiter mehr arbeiten. Das Unternehmen hat die Arbeitszeit von 41 auf 43 Stunden erhöht. Diese Massnahme ist vorerst bis Ende 2012 befristet, wie Lonza mitteilt.

Die sinkende Profitabilität des Lonza Werks Visp sei primär auf die massive Stärke des Schweizer Frankens, auf eine aggressive Preispolitik von Konkurrenten und steigende Rohstoff- und Energiepreise zurückzuführen.

Gegensteuer geben

Für das Jahr 2011 erwartet die Lonza einen negativen Währungseinfluss von rund 60 bis 70 Millionen Franken, wovon das Werk in Visp stark betroffen sei. Zudem sei kurz- und mittelfristig keine wesentliche Verbesserung der Rahmenbedingungen zu erwarten.

Mit der befristeten Erhöhung der Soll-Arbeitszeit auf 43 Stunden für alle Mitarbeiter des Werks in Visp könnten kurzfristig die negativen Rahmenbedingungen teilweise kompensiert werden, schreibt Lonza. Die hohe Auslastung der Anlagen könne damit ohne zusätzliches Personal bewältigt werden, womit ein weiterer Kostenanstieg verhindert werde.

Der Konzern gibt sich zuversichtlich, dass die Mitarbeitenden in Visp die befristete Arbeitszeiterhöhung mittragen werden. Der Schritt sei entscheidend für mögliche künftige Investitionen und somit für das Gedeihen der Lonza in Visp. (sda)