Der Schatz ist sorgsam in Dutzende Papiertütchen gehüllt und mit Tinte von Jacob Burckhardt (1818-1897) beschriftet. Ein Nachfahre des Basler Historikers hat ihn nun dem Historischen Museum Basel geschenkt. Der Anlass: der 200. Geburtstag von Burckhardt.

Der Schatz besteht aus 50 antiken Münzen. "Die kleine Sammlung stellt einen repräsentativen Überblick von der Römischen Republik bis Kaiser Theodosius I. (378-395 n.Chr.) dar", wie Eliane Tschudin vom Historischen Museum am Donnerstag erklärt. Die Münzen würden eine greifbare Veranschaulichung der römischen Geschichte darstellen. Die Römische Republik begann übrigens mit dem Ende der Königsherrschaft 509 v. Chr.

Der Schatz sei auch deshalb so besonders reizvoll, weil alle Münzen noch immer in den originalen, eigenhändig gefalteten und beschrifteten Papiertütchen Eingang in die Sammlung des Historischen Museums Basel gefunden hätten.

Burckhardt sammelte römische Münzen seit seiner Jugend. Gemäss Tschudin wusste er sie auch korrekt zu bestimmen. Burckhardt habe die Sammelleidenschaft für antike Objekte mit vielen Gelehrten seit der Renaissance geteilt. (jk)