Sparmassnahmen
Rockförderverein sieht Musikszene im Baselbiet gefährdet

220'000 Franken erhält der Rockförderverein jährlich aus Liestal. Mit diesem Geld unterstützt er ausschliesslich Baselbieter Künstler. Fällt dieses Geld weg, fürchtet der Verein um die Baselbieter Musikszene.

Elena Manuel
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Der Rockförderverein unterstützt mit dem Geld aus Liestal unter anderem auch Ira May.

Der Rockförderverein unterstützt mit dem Geld aus Liestal unter anderem auch Ira May.

Der Rockförderverein Basel (RFV) ist besorgt um seine finanzielle Situation. Das teilte er in einer Medienmitteilung mit. Grund für seine Besorgnis sind die Sparmassnahmen des Kantons Baselland. Der RFV — wie auch andere Kulturinstitutionen mit Sitz in Basel — erhalten Fördergelder aus dem Landkanton. Diese sollen ab 2017 zur Hälfte gekürzt werden.

220'000 Franken erhält der Rockförderverein jährlich aus Liestal. Mit diesem Geld unterstützt er ausschliesslich Bands, Festivals und Musikunternehmen mit Sitz im Baselbiet. Darunter fallen Bands wie We Invented Paris, die am Freitagabend in der Grün 80 als Vorband der Sängerin Katie Melua aufgetreten ist. Auch fördert der Verein mit diesem Geld die Sissacher Soulsängerin Ira May, das Leimentaler Open Air, und drei Musiklabels im Raum Liestal. Das Fördergeld aus dem Baselbiet macht 33 Prozent des RFV-Ertrags aus. Städtische Musiker und Produzenten erhalten davon keinen Rappen.

Musik ohne Kantonsgrenzen

Wenn Baselland die Pauschale kürzt, schadet der Kanton damit seiner eigenen Musikszene. «Das wäre sehr schmerzlich und nicht nachvollziehbar», schreibt Chrigel Fisch, Leiter Kommunikation RFV, in einer Mail an die bz. Die Musikszene der Region Basel habe nie auf Kantons- oder Landesgrenzen geachtet. Das wolle sie laut Fisch auch in Zukunft nicht.

Die Regierungen beider Basel werden demnächst über diese Fördergelder verhandeln. Bei einer effektiven Kürzung wolle der RFV auch künftig seine Angebote im Kanton Baselland aufrechterhalten.

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