Das ist die Kunstsprache, die in Basel jeder versteht: Räppli. Dieses mit leichter Fröhlichkeit assoziierte Material fasziniert auch die italienische Künstlerin Lara Favaretto. In der Vergangenheit hat sie schon mal einen Raum mit Konfetti gefüllt und vier Ventilatoren installiert, die für Wirbel sorgten. Für die diesjährige Unlimited hat sich die 45-Jährige eine ruhigere Variante ausgedacht. Sie hat zehn gleich grosse Konfetti-Würfel angeordnet, jeder in einer anderen Farbe. 90 Kubikzentimeter gross sind sie, von der Pressform zusammengehalten, schön anzusehen.

«Lara gefällt es, dieses flüchtige Material zu verfestigen», ist am Stand ihrer Turiner Galerie zu erfahren. Mit den Würfeln habe die Künstlerin eine Möglichkeit gefunden, fragiles Material in eine solide Form zu bringen.

  

Nichts ist für die Ewigkeit

Was nicht heisst, dass diese Installation für die Ewigkeit ist: Der dunkelgraue Würfel ist schon am zweiten Tag eingebrochen, zusammengefallen. Manchmal reicht eine Vibration des Bodens, und schon purzeln ein paar Räppli auf den Boden. Diese flockige Transformation gehört zum Kunstwerk. Auch Handbewegungen von Besuchern können die Räppli zum Fliegen bringen. Heisst die Installation deshalb «Birdman»? Nein, der Name ist auf den Film von Alejandro Iñárritu zurückzuführen. Lara Favaretto hat dieser stark beeindruckt, sie liess sich zur Farbauswahl dieser Konfettiwürfel inspirieren.

Das Werk ist übrigens bereits verkauft worden, an eine private Institution in Europa. Für welchen Preis? «Für mehr als 200 000 Euro.»

Unlimited Art Basel, Messe, Halle 1. Bis Sonntag, 17. Juni.