Basel

Polizisten zerren Verdächtigen aus Auto: Was man über den Einsatz an der Colmarerstrasse weiss

Polizei-Einsatz an der Basler Colmarerstrasse

Polizei-Einsatz an der Basler Colmarerstrasse

Solche Bilder sieht man in Basel selten. Bewaffnete und maskierte Polizei-Einsatzkräfte stoppen ein Auto, reissen die Fahrertür auf und zerren den Fahrer auf die Strasse, wo er festgenommen wird. Das Video wurde auf Facebook heftigst diskutiert.

Am Mittwoch gegen 13.30 Uhr stoppten Basler Polizisten einen Wagen an der Colmarerstrasse. Maskierte und bewaffneten Polizisten öffneten die Fahrertür und schleiften den Lenker des Autos aus dem Wagen über die Strasse. Zwei weitere Polizisten durchsuchen mit vorgehaltener Waffe den Rest des Wagens, während der herausgezerrte Fahrer in Handschellen gelegt wird.

Hier vor dem Denner an der Colmarerstrasse stoppten die Polizisten den Verdächtigen.

Hier vor dem Denner an der Colmarerstrasse stoppten die Polizisten den Verdächtigen.

Ein Augenzeuge hat die Szene gefilmt und das Video der bz zugestellt – was dann folgte, war eine virale Verbreitung via Facebook. Innert weniger Stunden haben über 50'000 Facebook-Nutzer das Video angeschaut, geteilt und kommentiert. Sie waren sich einig: Solche Action-Bilder einer Polizeiaktion sieht man in Basel selten.

Die Polizei hätte von sich aus kaum über den Einsatz berichtet, die für den Einsatz zuständige Staatsanwaltschaft gab sich dann auch bedeckt: Einzig einen terroristischen Hintergrund schloss Sprecher Peter Gill auf Anfrage aus.

Bezüglich des Einsatzes verwies er an die Kantonspolizei, die ihrerseits zurück an die Staatsanwaltschaft verwies.

Aus inoffiziellen, polizeiinternen Kreisen ist zu erfahren, dass die Aktion mit einem Einsatz im Bereich der Betäubungsmittelbekämpfung zu tun hatte und im Auftrag der Staatsanwaltschaft ausgeführt wurde. Gleichzeitig sollen offenbar zwei Hausdurchsuchungen stattgefunden haben.

Ebenfalls wird in diesen Kreisen ein Zusammenhang mit einem grösseren Drogenfund in Deutschen Grenzach-Wyhlen genannt. All diese Informationen kommentierte die Stawa jedoch nicht.

Meistgesehen

Artboard 1