Café Singer
Polizei schliesst zweimal das falsche Lokal

Weil die Polizei das Restaurant Singer, welches wegen Unrentabilität ohnehin dicht gemacht hat, mit dem Club Café Singer verwechselte, wurde dort fälschlicherweise zweimal der Betrieb geschlossen.

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Der Eingang des Café Singer

Der Eingang des Café Singer

Nicole Nars-Zimmer

Gleich zwei Partyabende im Singerhaus am Marktplatz hat die Polizei abgebrochen, weil angeblich die Bewilligung fehlte. Gegenüber der «Tageswoche» äusserte Betriebsleiter Oliver Mueller bereits am Samstag die Vermutung, dass die Behörden nicht zwischen der Restaurant Singer Marktplatz AG und der Café Singer Marktplatz AG unterscheiden könnten. Anders könne er sich nicht erklären, wieso die Polizei ihm seine Bar und seinen Club schloss. Nach eingehender Prüfung sei er zum Schluss gekommen, dass er alle nötigen Dokumente für das Wochenende besitze. Die Polizei muss also die Party wegen des unrentablen Restaurants im zweiten Stock beendet haben, das Mueller längst schon selber dicht gemacht hat.

Am Montag entschuldigte sich die Polizei und nahm gegenüber der «Tageswoche» Stellung: Polizisten hätten aufgrund einer Falschinterpretation einer Schliessungsverfügung die Betriebe verwechselt und den Club fälschlicherweise zweimal geschlossen. Mueller überlegt sich, einen Anwalt zu beauftragen. Denn neben dem Reputationsschaden fehlen ihm geschätzte Einnahmen in der Höhe von 15 000 Franken. (BZ)