Pharmaindustrie
Pharmakonzern Novartis streicht erneut hunderte Stellen

Der Basler Pharmakonzern Novartis schliesst wegen des Spardrucks weitere Standorte. Konzernchef Joe Jimenez gab bereits am Dienstag an einer Investorentagung die Schliessung und den Verkauf von vier Fabriken bekannt

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Mehrere Standorte von Novartis werden geschlossen

Mehrere Standorte von Novartis werden geschlossen

Keystone

Betroffen ist eine der weltweit grössten Medikamentenfabriken von Novartis bei Neapel. Sie wird teilweise geschlossen, wie Recherchen der Zeitung «DerSonntag» zeigen. Wie viele der insgesamt 400 Mitarbeiter ihre Stelle verlieren, verrät Novartis nicht.

Komplett geschlossen wird ein Werk der Tochtergesellschaft Ciba Vision in Puerto Rico. Alle 110 Mitarbeiter verlieren ihre Stelle. Eine der wichtigsten Fabriken von Ciba Vision bei Atlanta in den USA wird ebenfalls geschlossen. Wie viele Mitarbeiter von der Schliessung betroffen sind, teilt Novartis nicht mit.

Verkauf an die Konkurrenz

In der deutschen Stadt Jena wurde die Fabrik Jenahexal der Novartis-Tochter Sandoz an die Konkurrentin Ever Pharma verkauft. Alle 170 Mitarbeiter werden weiterbeschäftigt.

Insgesamt sind damit bei Novartis seit dem Start eines Sparprogramms im vergangenen Herbst über 3100 Stellen weggefallen. Die Schliessung weiterer Fabriken ist absehbar. Finanzchef Jonathan Symonds sagte am Dienstag, Novartis werde ältere Werke mit nur einer Produktionslinie durch grosse Fabriken ersetzen, in denen mehrere Produkte gleichzeitig hergestellt werden können.