Pharma
Novartis kann Impfstoff für Kleinkinder vielleicht an die Briten verkaufen

Dem in den roten Zahlen steckenden Impfstoffgeschäft von Novartis winken zusätzliche Umsätze aus Grossbritannien. Der britische Impfausschuss riet, einen Novartis-Impfstoff gegen Hirnhautentzündung in das nationale Impfprogramm aufzunehmen.

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Novartis kann vielleicht bald viel Impfstoff gegen Hirnhautentzündung an die Briten verkaufen. (Symbolbild)

Novartis kann vielleicht bald viel Impfstoff gegen Hirnhautentzündung an die Briten verkaufen. (Symbolbild)

Keystone

Laut Empfehlung des britischen Impfausschusses sollten alle Kinder ab zwei Monaten mit Bexsero gegen Meningitis B geimpft werden. Wenn die britischen Gesundheitsbehörden dem Rat des Ausschusses folgen, ist Grossbritannien das erste Land in Europa, in dem Kleinkinder möglicherweise schon von Sommer an routinemässig Bexsero erhalten.

Der Impfstoffbereich von Novartis hat Mühe, mit Konkurrenten wie GlaxoSmithKline, Sanofi und Merck mitzuhalten. Er war die einzige Sparte des Konzerns, die im vergangenen Jahr rote Zahlen schrieb. Der Impfstoff-Bereich gilt neben Tiergesundheit und dem Geschäft mit nicht verschreibungspflichtigen Medikamenten als Verkaufskandidat.

Die drei Bereiche machen zusammen nur 10,5 Prozent des Konzernumsatzes bei Novartis aus. "Ich würde mir wirklich wünschen, dass wir alle diese drei Sparten zu globaler Grösse führen könnten, aber das ist unwahrscheinlich", sagte Novartis-Chef Joe Jimenez in einem am Donnerstag publizierten Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters.

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