Neue Wohnungen
2020 war ein gutes, aber kein hervorragendes Jahr

Im Kanton Basel-Stadt gelangten 607 neue Wohneinheiten auf den Markt. Das sind deutlich weniger als 2019.

Patrick Marcolli
Merken
Drucken
Teilen
Wie hier für den Claraturm mussten hin und wieder alte Gebäude in Basel für neue Wohnbauten weichen.

Wie hier für den Claraturm mussten hin und wieder alte Gebäude in Basel für neue Wohnbauten weichen.



Bild: Nicole Nars-Zimmer / Archiv bz

Der hohe Wert an Neubauwohnungen von 2019 wurde im Kanton Basel-Stadt vergangenes Jahr nicht erreicht. Zieht man das vergangene Jahrzehnt heran, so war das Jahr 2020 dennoch ein gutes Wohnbaujahr für den Kanton Basel-Stadt. Knapp 500 Neubauwohnungen gelangten in der vergangenen Dekade neu auf den Markt. Mit 607 Einheiten lag das vergangene Jahr also deutlich über diesem Durchschnittswert. Dies ist einer Medienmitteilung der Regierung von gestern zu entnehmen. Dennoch fällt die Bilanz etwas zwiespältig aus. Denn 2019 lag der Wert bei über 800 und auch in den Jahren 2018 und 2015 waren mehr Neubauwohnungen angeboten worden. 62 Prozent der neuen Bauten des vergangenen Jahres befinden sich im Grossbasel, 27 Prozent im Kleinbasel, 11 Prozent in den Landgemeinden. Nach Quartieren aufgeschlüsselt lag das St. Alban ganz vorne. Dies hat damit zu tun, dass auf dem ehemaligen Miba-Areal zwischen Bahnhof SBB und St. Jakob eine grosse Wohneinheit mit insgesamt 195 Wohnungen fertiggestellt werden konnte. Beim nächsten Grossprojekt, dem Claraturm, wurden bisher 60 Wohneinheiten fertig, weitere 225 werden im kommenden Jahr bezugsbereit sein.

Positiver Saldo aus Umnutzung und Umbau

Interessant auch der Blick auf die im vergangenen Jahr abgeschlossenen Umbauvorhaben, die in 307 neuen oder neuwertigen Wohneinheiten resultierten. Im Zuge dieser Arbeiten «verschwanden» 88 Wohnungen, was den Saldo laut der Medienmitteilung zum zehnten Mal in Folge positiv ausfallen lässt. 102 Wohnungen entstanden dabei durch die Umwandlung von Geschäfts- zu Wohnliegenschaften.