Knatsch
Nach Abgang des BDP-Co-Präsidenten: Schopfer sei «kein grosser Verlust»

BDP-Co-Präsident Philipp Schopfer verlässt per sofort die Partei. Andere BDP-Politiker hätten ihn angegriffen und ihm gesagt, er schade der Partei, sagt Schopfer.

Jonas Hoskyn
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Er sei als Aushängeschild persönlich angegriffen worden: Philipp Schopfer.

Er sei als Aushängeschild persönlich angegriffen worden: Philipp Schopfer.

Daniel Nussbaumer

Gewichtiger Abgang bei der BDP Basel-Stadt: Wegen Differenzen mit der Mutterpartei schmeisst Co-Präsident Philipp Schopfer den Bettel hin und verlässt die Kleinstpartei per sofort (bz von gestern). Er sei als Aushängeschild persönlich angegriffen worden, so der frühere SVP-Grossrat, etwa als sich die Basler Sektion zuletzt für die No Billag-Initiative ausgesprochen hat.

Andere BDP-Politiker hätten ihn angegriffen und ihm gesagt, er schade der Partei, sagt Schopfer. Da habe er beschlossen, die Konsequenzen zu ziehen. Die Partei wird nun von Hubert Ackermann geführt. «Ich persönlich finde es schade», sagt Ackermann. Allerdings sei Schopfer kein einfacher Politiker: «Wenn er sich festgebissen hat, ist er wie ein Pitbull.» Er habe ihm auch schon nahegelegt, dass er sich diplomatischer verhalten soll.

Tatsächlich sorgte etwa Schopfers Knatsch mit dem Baselbieter Präsidenten Marc Oliver Bürgi auf den sozialen Medien Twitter und Facebook für Stirnrunzeln. Auch wenn beide das Ganze als Spass unter Kollegen abtaten, schaltete sich daraufhin der Präsident der Mutterpartei Martin Landolt ein und mahnte die beiden zur Einigkeit.

«Es gab ein paar Wortwechsel», sagt Landolt. «Aber von Anfeindungen weiss ich nichts. Das scheint mir ein mittlerer Blödsinn zu sein.» Wer derart pointiert auftrete, müsse halt auch mit einem politischen Echo rechnen, das habe sich Schopfer selber zuzuschreiben, so Landolt. «Jemand, der so reagiert, betrachte ich nicht als grossen Verlust.»

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