Mobilität
Basler Regierung will Parkplätze für Lastenvelos bauen

Velos mit Anhänger und elektrische Cargovelos sind in Basel sehr beliebt, aber geeignete Parkplätze gibt es nicht. Der Regierungsrat will das nun ändern.

Helena Krauser
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Für die grossen Lastenvelos reicht ein gewöhnlicher Veloparkplatz nicht aus.

Für die grossen Lastenvelos reicht ein gewöhnlicher Veloparkplatz nicht aus.

Foto: PD

Der Regierungsrat befürwortet die Schaffung von eigenen Parkfeldern für Cargovelos und Velos mit Anhänger, schreibt er am Dienstag im Regierungsratbulletin. Damit reagiert die Regierung auf einen Anzug von Jérôme Thiriet (GAB), der die Prüfung von Parkplätzen forderte und wissen wollte, wo in Basel die meisten Cargovelos abgestellt werden.

Thiriet spricht in seinem Anzug die gestiegene Nutzung von Lastenvelos an, jedoch sei es meistens nicht möglich diese im öffentlichen Raum ordnungsgemäss und sicher abzustellen, da es keine offiziellen Lastenveloparkplätze gibt. Insbesondere vor Kitas, Einkaufsläden und Sportstätten käme es daher zu Problemen, weil die Lastenvelos die Trottoirs blockieren und somit den Fussverkehr beeinträchtigen.

In Wien gibt es bereits eigene Parkplätze für Lastenvelos.

In Wien gibt es bereits eigene Parkplätze für Lastenvelos.

Foto: hel

Auftrag für offizielles Symbol vergeben

Der Regierungsrat sehe das Potenzial von Cargovelos als umweltfreundliches Verkehrsmittel in einer Stadt der kurzen Wege. Das Bau- und Verkehrsdepartement (BVD) prüfe deshalb derzeit geeignete Standorte und habe bereits beim Bundesamt für Strassen beantragt, dass ein offizielles Symbol zur Markierung dieser Parkfelder eingeführt wird, heisst es im Bulletin weiter.

Wo genau die Parkplätze zu finden sein werden, kann die Sprecherin des BVD, Nicole Ryf, zurzeit noch nicht sagen: «Wir sind aktuell dabei abzuklären, wo der grösste Bedarf besteht und wo die Möglichkeiten für die Parkplätze überhaupt gegeben sind.» Im Fokus stehen dabei vor allem Standorte rund um Einkaufsläden und Parkanlagen, wie bereits im Vorstoss von Thiriet gefordert.

Erste Parkfelder fürs neue Jahr geplant

Läuft alles nach Plan, sollen die ersten Parkfelder bereits im neuen Jahr zur Verfügung stehen. Ob sie zu Lasten der Autoparkplätze oder der Veloparkplätze fallen werden, sei erst beantwortbar, wenn die genauen Standorte definiert wurden, so Ryf. Bei der Projektentwicklung orientiere man sich an anderen Städten, die dieses Angebot bereits eingeführt haben. «Vor allem skandinavische Städte sind dahingehend Vorbilder», sagt Ryf. Dorthin schaue man auch, wenn es um die Konzipierung von möglichen Veloständern und Abschliessvorrichtungen gehe.

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