Nach einer engagierten Diskussion mit teils überraschenden Positionsbezügen kam das Nein mit 49 gegen 40 Stimmen bei 7 Enthaltungen zustande. Unter anderem unterstützte die SVP den Vorstoss, während die SP dagegen votierte. Der Motionär sprach von einem "Friedensangebot" in einem erbittert geführten Streit.

Die Regierung hatte eine Entgegennahme zur Stellungnahme abgelehnt. Finanzdirektorin Eva Herzog hatte auf zwingendes Bundesrecht zum Eigenmietwert verwiesen. Sie warnte auch vor Einnahmenausfällen mit dem Mietabzug von 40 bis 116 Millionen Franken je nach Betrag. Überdies sei das Zuger Modell harmonisierungswidrig und nicht sozial.

Mehr Erfolg hatte eine CVP-Motion für die Erhöhung der Steuer-Freigrenze für den Sold bei der Milizfeuerwehr von 5000 auf 10'000 Franken analog Baselland und Aargau: Der Vorstoss wurde mit 51 gegen 34 Stimmen an die Regierung überwiesen. Zum verbindlichen Auftrag wird er erst, wenn der Grosse Rat ihn anhand derer Stellungnahme ein zweites Mal unterstützt.