Markthalle Basel
Markthalle-Chef Kurt Koller räumt Fehler ein

Die Markthalle kommt nicht aus den Startschwierigkeiten. Der Centermanager bezeichnet es als Fehler, dass die Neueröffnung als Einkaufszentrum angekündet wurde. Er setzt auf Events.

Jasmin Grasser
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Die Markthalle will mehr Event- denn Einkaufszentrum sein. Doch auch das «Festa do Brazil» am Wochenende zog wenig Leute an. Martin Töngi

Die Markthalle will mehr Event- denn Einkaufszentrum sein. Doch auch das «Festa do Brazil» am Wochenende zog wenig Leute an. Martin Töngi

Fünf Monate nach der gross angekündeten Eröffnung warten die Läden der Basler Markhalle immer noch auf ein kaufkräftiges Publikum. Zudem fehlen weiterhin definitive Zusagen von potenziellen Mietern – ebenso wie ein bedientes Restaurant. «Es ist unglücklich, dass wir keinen Gastronomiebetrieb haben, allerdings sind wir hier auf einem guten Weg», sagt Kurt Koller, Centermanager der Markthalle. Man stehe in Verhandlungen mit einer Kette.

Der einzige Trost: Veranstaltungen funktionieren im Kuppelgebäude etwas besser. Erfolgreich war etwa das Public Viewing während der Fussball-EM. «Wir haben viele Anfragen für Events», sagt Koller. Das Ziel sei immer, die Halle bekannter zu machen. Aber nicht nur als Einkaufsmöglichkeit: «Die Markthalle wird nie ein klassisches Einkaufszentrum sein.» Koller gibt zu, dass es ungeschickt war, die Neueröffnung Markthalle als Shoppingzentrum zu kommunizieren.

Bekannter dank Harald Glööckler?

Nach dem Ende der jetzigen Eventreihe «Summer Beach», zu der auch das «Festa do Brazil» am Wochenende gehörte, ist im September eine Fashionweek geplant. Der bz gegenüber verrät Kurt Koller vorab, dass Harald Glööckler am 14. September während der Modewoche in der Markthalle zu Gast sein wird. Glööckler ist ein deutscher Modeschöpfer, der durch sein exzentrisches Auftreten und Fernsehauftritte im deutschsprachigen Raum bekannt geworden ist.

Zu der Fashionweek wird in der Mitte der Markthalle eine Bar eröffnet. «Diese wird von einem Basler Betrieb geführt», erklärt Koller. Dadurch erhofft er sich auch eine Stammkundschaft für die Läden.

Die Bar als Mittelpunkt

Weiter setzt er darauf, durch die verschiedenen Veranstaltungen Kundschaft zu generieren, allerdings sieht er die Bar als Mittelpunkt. «Es soll ein Treffpunkt werden, für den Kaffee am Morgen, das Mittagessen und den Feierabenddrink.»

Die meisten angefragten Ladenbesitzer in der Markthalle wollten sich zu den Events nicht äussern. «Wichtig ist, dass die Leute die Halle kennenlernen. Dann besteht auch die Möglichkeit, dass sie wiederkommen», meint einer von ihnen. Beim Aufbau des Inventars für Events würde durchaus Lärm entstehen. Centermanager Koller betont, dass die meisten Aufbauten für Events in der Nacht oder am Sonntag durchgeführt werden. Er räumt aber ein, dass die Akustik der Halle noch nicht optimal ist. Ob die Veranstaltungen helfen, mehr Kundschaft anzuziehen, mögen die von der bz befragten Ladenbesitzer nicht abschätzen.

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