Herr Engelberger, wie gross ist der Stein, der Ihnen nach dem Grossratsentscheid vom Herzen gefallen ist?

Lukas Engelberger: Ich habe eine grosse Freude. Ich fand das eine sehr gute Parlamentsdebatte. Der Austausch der Argumente war sehr fair. Es steht aber noch viel Überzeugungsarbeit bevor. Ich bin jedoch optimistisch, dass wir auch die Bevölkerung in beiden Kantonen von diesem Projekt überzeugen können.

Schlussvotum des Gesundheitsdirektors Lukas Engelberger

Schlussvotum des Gesundheitsdirektors Lukas Engelberger

Im Grossen Rat war die Begeisterung allerdings eher verhalten. Wie wollen Sie die Bevölkerung von der Spitalfusion überzeugen?

Bei mir ist die Begeisterung für dieses Projekt da. Ich finde es sehr wichtig, dass unsere öffentlichen Spitäler, die bisher in Konkurrenz zueinanderstehen, erfolgreicher auch im gesamtschweizerischen Wettbewerb agieren können. Und ich denke, die Bevölkerung weiss schon, was sie an den leistungsfähigen Spitälern in unserer Region hat. Sie wird sich deshalb auch überzeugen lassen.

Einfach wird das nicht. Was ist bei einem Nein? Ein grosser Scherbenhaufen oder kommen Sie wie Bundesrat Ueli Maurer bei der Steuervorlage nach kurzer Zeit mit einer neuen Version?

Ich glaube nicht, dass es eine zweite Chance geben würde. Bei einem Nein müsste sich das Unispital eigenständig weiterentwickeln. Es wäre zu prüfen, wie weit Kooperationen weiterzuführen und zu verstärken wären. Die Herausforderungen wären aber für beide Seiten noch grösser.