Auszeichnung

Kammerorchester Basel und Les Reines Prochaines erhalten Schweizer Musikpreis

Ausgezeichnet: Das Kammerorchester Basel

Ausgezeichnet: Das Kammerorchester Basel

Zu den 14 preisgekrönten Ensembles gehören in diesem Jahr auch zwei aus Basel: Mit dem Kammerorchester wird erstmals ein Orchester, mit Les Reines Prochaines erstmals eine Frauenband vom Bund geehrt.

Als erstes Orchester der Schweiz überhaupt wird das Kammerorchester Basel mit einem eidgenössischen Musikpreis ausgezeichnet. Das Bundesamt für Kultur schätzt damit die «besondere Vision, ein klassisches Orchester zu erschaffen, jenseits der längst bestehenden Institutionen». Darüber hinaus werden die «ausgezeichneten Programme auf höchstem musikalischem Niveau» hervorgehoben, sowie «neue Formen der Vermittlung, die sich nicht nur an Kenner, sondern auch an Kinder und Laien richten».

Letzteres machen zwar auch andere Orchester. Aber dass das Kammerorchester für höchste Qualität steht, offenbart sich nicht nur in den Kollaborationen (etwa mit Dirigent Heinz Holliger), sondern auch in den Tourneeplänen.

Das Orchester hat 2018 insgesamt 130 Konzerte gegeben und vor 66'000 Zuschauern gespielt, wie Geschäftsführer Marcel Falk aufzählt. In der kommenden Saison sind unter anderem Konzerte mit Star-Cellistin Sol Gabetta geplant, auch wird das Orchester erstmals für Auftritte in die USA reisen.

Für Marcel Falk ist die Auszeichnung «eine Bestätigung für unsere beharrliche und erfolgreiche künstlerische wie auch unternehmerische Arbeit auf nationalem und internationalem Niveau». Mit Liebe und Leidenschaft das Publikum jeweils aufs Neue zu begeistern, mit klarer künstlerischen Ausrichtung, «das ist uns wichtig und daran setzen wir alles».

Auch Les Reines Prochaines ausgezeichnet

Ebenfalls geehrt und mit 25'000 Franken belohnt wird die Basler Frauenband Les Reines Prochaines, die älteste ihrer Art. Die Arbeit dieser performativen Heldinnen in bunten Strumpfhosen haben wir erst kürzlich anlässlich ihres 30-jährigen Bestehens und nach der Premiere ihrer Jubiläums-Revue ausführlich gewürdigt.

Der mit 100'000 Franken dotierte Grand Prix Musik 2019 geht an Cod.Act. Hinter diesem Namen stehen André und Michel Décosterd, zwei Brüder, die sich mit den Interaktionen zwischen Ton, Bild und Raum befassen und damit «die Wahrnehmung der zeitgenössischen Musik erneuern», wie das Bundesamt für Kultur mitteilt.

Die Preisverleihung findet am 20. September 2019 in Anwesenheit von Bundesrat Alain Berset im Kunstmuseum Basel statt. Einige Preisträgerinnen und Preisträger werden im Rahmen des Festivals ZeitRäume in Basel auftreten, das vom 13. bis 22. September ein Programm zu Musik und Architektur bietet.

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