Beeinträchtigung
«Jedes Kind darf in die Pfadi» – Behinderte Kinder sollen besser integriert werden

Am Wochenende findet in Basel die Bundeskonferenz der Pfadibewegung Schweiz statt. Es soll unter anderem über die Integration von Kindern und Jugendlichen mit einer Behinderung diskutiert werden.

Olivia Meier
Drucken
Teilen
In Zukunft soll bei der Pfadi noch mehr auf die Integration von Kindern mit einer Beeinträchtigung geachtet werden.

In Zukunft soll bei der Pfadi noch mehr auf die Integration von Kindern mit einer Beeinträchtigung geachtet werden.

Raphael Hünerfauth

Am Wochenende treffen sich über hundert Vertreter und Vertreterinnen der Pfadi. Die Bundeskonferenz der Pfadibewegung Schweiz findet im Gymnasium Leonhard statt. Im Mittelpunkt stehen unter anderem neue internationale Partnerschaften und die bestmögliche Integration von Kinder mit einer Beeinträchtigung. Seit mehreren Jahren ist die Pfadi Schweiz bereits daran, ihr Programm zu erweitern.

Deshalb gründeten sie auch das Angebot «Pfadi Trotz Allem» (PTA). Jedes Kind soll in die Pfadi gehen dürfen, sagt Barbara Blanc, Präsidentin der Pfadibewegung Schweiz. Auch von den Eltern sei dieser Wunsch geäussert worden: «Eltern, die Kinder mit und ohne Beeinträchtigung haben, möchten oft alle Geschwister in die Pfadi schicken.»

Pfadi Basel als Vorbild

Heute hat die Pfadibewegung Schweiz 25 PTA-Abteilungen. Dadurch können insgesamt 350 behinderte Kinder und Jugendliche die Pfadi besuchen. Die Leitenden der «Pfadi trotz Allem» machen einen speziellen Einführungskurs. Auch gibt es diverse Wochenend-Workshops, die jeweils ein spezielles Thehma behandeln. Der Umgang mit Kindern mit Verhaltensauffälligkeiten oder das Abseilen mit Rollstühlen wurden laut Blanc bei den letzten Workshops genauer unter die Luppe genommen. Die PTA-Leiter sind meist älter und erfahrener. «Natürlich gibt es Kinder mit einer Beeinträchtigung, denen die Leiter nicht gerecht werden können. Das ist aber auch bei Kindern ohne Beeinträchtigung der Fall», so Blanc. Mit den Eltern der beeinträchtigten Kinder wird häufiger kommuniziert.

In der Region Basel gibt es vier PTA-Abteilungen. Drei integrierte in Liestal, Thierstein/Breitenbache und Bischofstein. Dort wird viel mit den anderen Abteilungen zusammen gemacht. «Bei den Besammlungen kommen die integrierten PTA-Abteilungen mit den anderen zusammen. Es kommt vor, dass die Kinder ohne Beeinträchtigungen Fragen stellen oder nicht wissen, wie sie sich verhalten sollen. Wir versuchen möglichst gut, darauf einzugehen», so Blanc. Zudem gibt es eine reine PTA-Abteilung in Riehen. Die Pfadi der Region Basel sei da ein Vorbild, sagt Blanc. In Zukunft soll noch mehr für die Integration Kinder und Jugendlicher mit Beeinträchtigungen getan werden

Aktuelle Nachrichten