Inklusion
Offene Kirche Elisabethen wird mit dem LGBTI-Label ausgezeichnet

Die Elisabethenkirche in Basel ist die erste kirchliche Institution der Schweiz, die für ihren Umgang mit sexuellen Minderheiten ausgezeichnet wird.

Lea Meister
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Roland Schmid

In einer Medienmitteilung vermeldet die Offene Kirche Elisabethen (OKE) die Auszeichnung mit dem «Swiss-LGBTI Label», ein Label, welches Firmen und Institutionen würdigt, die sich darum bemühen, die Inklusion sexueller Minderheiten voranzutreiben.

Die OKE ist die erste kirchliche Institution in der Schweiz, die dieses Label erhält, heisst es in der Mitteilung. Der Vorstand freue sich sehr über die dadurch erkennbare Anerkennung ihrer jahrelangen Arbeit. Auch die Evangelisch-Reformierten Landeskirchen Basel-Stadt und Baselland zeigt sich in der Mitteilung erfreut. Seit vielen Jahren lebe die Reformierte Kirche Baselland nach der Überzeugung, dass alle von Gott gewollt seien, so der Präsident der reformierten Kirche Baselland.

Regenbogenfarbiger Innenraum der Kirche

Lukas Kundert von der reformierten Kirche Basel-Stadt sagt: «In einem Akt der Entfremdung von dem, was Liebe ist, hat das 19. Jahrhundert Liebe auf Fortpflanzung reduziert und damit Herrschaft begründet - über Frauen und Männer, und vor allem gegen Schwule und Lesben. Dass auch Kirchen dabei mitmachten, ist schlimm.»

Seit 28 Jahren setze sich der Verein für die LGBTI-Gemeinschaft in der Region ein. So finden beispielsweise regelmässig spezielle Gottesdienste oder Podiumsdiskussionen statt. Für den «Pride Month» Juni erstrahlt der Kirchenraum der Elisabethenkirche in den Regenbogenfarben.

Weitere Firmen, mit Sitz in Basel, die dieses Label bereits erhalten haben, sind die Novartis, die UBS und die Swiss.

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