Stadtentwicklung

Im Westfeld entstehen bis 2022 ganze 500 neue Wohnungen

Visualisierung der Umnutzung.

Visualisierung der Umnutzung.

Das neue Quartier beginnt zu wachsen. Nun liegt die Baueingabe vor.

Ein Mega-Projekt geht in die nächste Runde. Auf dem Areal des Felix-Platter-Spitals sollen in den kommenden zwei Jahren insgesamt 500 neue Wohnungen entstehen: ein Grossteil davon in Neubauten, das restliche Drittel im umgenutzten Spitalgebäude. Gestern publizierte die zuständige Baugenossenschaft Wohnen & Mehr die Baueingabe für das zweite der insgesamt drei Teilprojekte.

Dieses zeigt: Im ehemaligen Spital sind insgesamt 134 Wohnungen unterschiedlicher Grösse geplant, von 1,5-Zimmerwohnungen bis hin zu einer grosszügigen 12,5-Zimmerwohnung. Im Erdgeschoss sollen zudem zwei Mehrzwecksäle, ein Fitnessstudio, ein Kindergarten mit Tagesstätte, eine private Kinderkrippe und ein Café entstehen.

Genossenschaft hat bereits mehr als hundert Mitglieder

Die Bauarbeiten für den Wohnhof und die Pavillons sollen voraussichtlich im Juli dieses Jahres losgehen. Obwohl aktuell noch keine Wohnungsbewerbungen möglich sind, ist laut Projektleiterin Samira De Bortoli bereits grosses Interesse vorhanden. So hat die neu gegründete Baugenossenschaft heute bereits über 145 Mitglieder, davon 39 Wohngenossenschaften und 83 Privatpersonen. «Diese unterstützen das Gesamtprojekt ideell und beteiligen sich mit Genossenschaftskapital an der Realisierung», sagt De Bortoli. Eine Zusicherung einer Wohnung aufgrund einer Mitgliedschaft sei allerdings noch nicht möglich, da aktuell kein Vermietungskonzept vorliege.

Vorgesehen ist der Vermietungsstart für Ende 2021, der Bezug der Wohnungen erfolgt voraussichtlich ab Herbst 2022. Geplant ist laut der Website der Bauherrin besonders familien- und altersgerechter Wohnraum. Schätzungen der Genossenschaft zeigen, in welcher Preislage sich die Wohnungen bewegen dürften. So geht die Bauherrin von kleinen 4-Zimmerwohnungen mit einem Mietpreis von 2000 Franken pro Monat aus.

Die Umnutzungskosten belaufen sich gemäss vorliegender Baueingabe auf rund 56 Millionen Franken. Dazu kommen laut Projektleiterin De Bortoli weitere 4 Millionen für die Rückbauarbeiten im Innern des Gebäudes, die bereits projektiert wurden.

Gesamtkosten belaufen sich auf 240 Millionen

Den Studienauftrag zur Umnutzung des Felix-Platter-Spitals haben die Büros Müller Sigrist Architekten aus Zürich und Rapp aus Basel und Münchenstein im März 2018 gewonnen. Das Projekt war zuvor von einem Gremium aus 31 Bewerbungen ausgewählt worden. Es sieht vor, dass das äussere Erscheinungsbild des denkmalgeschützten Spitalgebäudes vollständig erhalten bleibt.

Die neuen Wohnungen sind Teil umfassender Entwicklungspläne für das Westfeld, die ein neues Kleinquartier vorsehen. Nebst dem umgenutzten Spitalgebäude gehören zum Konzept auch diverse Neubauten wie ein Wohnhof und mehrere Pavillons. Mit dem Bau der Gebäude beauftragt wurden die Büros Enzmann Fischer Partner und Lorenz Eugster aus Zürich.

Für die Schaffung des Quartiers sind 240 Millionen Franken veranschlagt. Aktuell läuft für das vorliegende Teilprojekt eine dreissigtägige Einsprachefrist.

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