Stern von Bethlehem
Im Museum der Kulturen weihnachtet es sehr

Die neue Ausstellung im Museum der Kulturen dreht sich um den Stern von Bethlehem in seinen unterschiedlichsten Ausführungen. Entstanden ist sie im Rahmen der «Sonne, Mond und Sterne»-Ausstellung, die im Erdgeschoss des Museums zu finden ist.

Olivia Meier
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Die neue Ausstellung im Museum der Kulturen dreht sich um den Stern von Bethlehem
9 Bilder
Grosse Puppen aus Mexiko bilden den Stern der Ausstellung, die als Komet aufgebaut ist
Vom mexikanischen Krippenspiel gehen verschiedene Schweife des Sterns aus
Die Ausstellung "Der Stern von Bethlehem"
Oder auch aus Peru
In der Ausstellung ist der Stern in den verschiedensten Variationen zu finden
Auch diverse Hinterglasbilder bilden einen Schweif
Oder kleine vergoldete Walnüsse mit einer Miniatur-Krippe darin
Die Fenster des Ausstellungsraums sind mit selbst gebastelten Sternen beklebt

Die neue Ausstellung im Museum der Kulturen dreht sich um den Stern von Bethlehem

zvg

Maria und Josef sitzen unter Palmen und müssen aufpassen, sich nicht die Beine zu verbrennen. Über ihnen der acht-zackige Stern von Bethlehem. Oder: Maria und Josef sitzen unter einem Dach aus Mais- und Bananenblättern in El Salvador, über ihnen der selbe Stern, nur dieses mal in der Form eines Kometen. Solche Geschichten mit den verschiedensten Variationen des Sterns von Bethlehem könnte man viele erzählen.

Die Direktorin des Museums, Anna Schmid, und der Kurator der Ausstellung, Alexander Brust, nahmen die jährliche Weihnachtsausstellung zum Anlass, die verschiedenen Interpretationen und Formen des Sternes mal genauer zu betrachten. Das Ergebnis zeigen sie in der Ausstellung «der Stern von Bethlehem», welche ab heute bis zum 7. Januar zu sehen ist.

Wenn man den grossen Ausstellungsraum des Museums betritt, fällt einem als erstes ein grosses Krippenspiel ins Auge. Die Leute sind in ihrer Original-Grösse um eine kleine Jesus-Puppe arrangiert. Ihre Kostüme hat das Museum 2014 aus Mexiko erhalten. Das Krippenspiel, das in Mexiko zur Weihnachtszeit aufgeführt wird heisst Pastorela.

Der Wegweiser der drei Könige

Die grosse mexikanische Krippe bildet den Stern der Ausstellung, die als Komet konzipiert ist. Von dem Stern gehen die verschiedenen Schweife aus, alle mit Dingen bestückt, die sich mit dem Stern von Bethlehem beschäftigen. Auf einem Sternenschweif sind Kinderbücher zu sehen. Sie alle zeigen den Stern in anderen Formen, jeder stellt jedoch das selbe dar: Den Wegweiser der drei Könige. In der Ausstellung ist die Form des Kometen am meisten zu sehen, obwohl Kurator Brust erklärt: «Der Komet wurde früher im mediterranen Raum eher mit dem Tod in Verbindung gebracht».

Wie Brust weiter sagt, würden Astrologen, Astronomen, Theologen und Historiker seit Jahrtausenden diskutieren, ob das Erscheinen des Sterns von Bethlehem ein reales Ereignis gewesen sei. Eine Antwort darauf sei jedoch sehr schwer zu finden. Wenn man durch den Raum läuft, sind die unterschiedlichsten Kulturen zu erkennen. Eine sehr einfach gebaute Krippen-Konstruktion stammt beispielsweise aus der Demokratischen Republik Kongo. Eine andere, die mit ihren grellen pink-orangen Acryl-Farben besonders heraussticht, kommt aus Mexiko. Doch auch aus der Schweiz sind verschiedene Stücke zu sehen. Das älteste Stück der Sammlung stammt aus Luzern. Eine Krippe, die 1880 gebaut wurde und sehr klassisch gestaltet ist.

Sonne, Mond und Sterne

Die Ausstellung entstand im Rahmen der «Sonne, Mond und Sterne»-Ausstellung, die im Erdgeschoss des Museums zu finden ist. Die hohen Fenster des Ausstellungsraums sind deshalb auch mit selbst gebastelten Sternen verziert. Auch hier sind die verschiedenen Interpretationen zu erkennen, die Form des Kometen ist jedoch auch hier die beliebteste. Gelb bemalt, mit funkelnden kleinen Glitzersternen beklebt, bedecken sie beinahe die ganzen Fenster. Doch auch acht- oder vier-zackige Sterne wurden gebastelt. Selbst blaue Sterne sind zu finden und wenn man sehr genau hinsieht, sieht man wie sich jemand einen kleinen Scherz erlaubt hat und statt einem Stern eine kleine gebastelte Banane ans Fenster geklebt.

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