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Historisches Museum Basel nimmt die Schenkung der Barfi-Kultkabinen an

Vergangene Woche hat die Kommission des Historischen Museums beschlossen, die Schenkung der Swisscom anzunehmen und die Telefonkabinen am Barfüsserplatz in ihre Sammlung aufzunehmen.

Daniel Ballmer
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Telefonkabinen sind in Basel ein Auslaufmodell
6 Bilder
Sie sollen verschwinden:
...die Publifone der Swisscom – wie jene am Barfüsserplatz.
...
Schon 1979 der Treffpunkt: Die Telefonkabinen auf dem Barfi.
Sie bleiben: Die Rundkabinen aus Glas, die der APG/SGA gehören.

Telefonkabinen sind in Basel ein Auslaufmodell

Grafik bz

Das Historische Museum lässt sich die Telefonkabinen schenken. Doch dann folgt bereits der nächste Widerspruch: Gemäss der Mitteilung habe die Museumskommission vergangene Woche entschieden, das Schenkungsangebot der Swisscom anzunehmen. Kommissionsmitglieder aber hatten der bz erklärt, dass auch hier das Präsidialdepartement Einfluss genommen haben soll. Grögel verweist einzig auf das Museumsgesetz, wonach die Regierung über Schenkungen entscheiden muss, wenn Folgekosten für das Museum entstehen. Allerdings sei das in diesem Fall noch gar nicht klar. Erneut lässt das Präsidialdepartement Fragen offen.

Klar ist: Die Swisscom nimmt die Kabinen im laufenden Jahr ausser Betrieb. Danach werden sie gereinigt und ins Museumsdepot gebracht. Denkbar sei, dass sie ab 2021 in eine neue Ausstellung integriert werden.

Die 1979 eingeweihten Kabinen stehen einen Steinwurf vom Museum in der Barfüsserkirche entfernt. Die Kabinen seien rasch zum zentralen Treffpunkt und zum «inoffiziellen Wahrzeichen» des Platzes geworden. Ihnen komme «gesellschaftsübergreifend identitätsstiftender Charakter» zu.