Das "Theater des Jahres" steht in Basel. Im Bühnenranking der deutschsprachigen Kritiker kam das derzeit noch von Andreas Beck geleitete Theater Basel auf Platz eins.

Für die Bühne stimmten acht der insgesamt 43 befragten Theaterexperten aus der Schweiz, Deutschland und Österreich, wie die Fachzeitschrift "Theater heute" am Donnerstag mitteilte. Bei der Bühnen-Hitparade gibt es keine vorgegebenen Nominierungen, die Kritiker streuen ihre Voten traditionell breit.

Vom "Theater des Jahres" in Basel stammen gefeierte Inszenierungen wie Büchners "Woyzeck" in der Regie von Ulrich Rasche und Ewald Palmetshofers Hauptmann-Interpretation "Vor Sonnenaufgang" in der Regie von Nora Schlocker. Das Theater Basel habe sich als neuer Stammgast beim Berliner Theatertreffen etabliert, schreibt "Theater heute".

Basler Uraufführungen reisten ausserdem zu den Mülheimer Theatertagen, es gebe Koproduktionen mit den wichtigsten Metropolentheatern und deutlich mehr internationale Anfragen und Gastspiel-Einladungen, als das Ensemble zusagen könne. Andreas Beck startet im Herbst in seine letzte Saison am Theater Basel, bevor er 2019 Nachfolger von Martin Kusej als Intendant des Residenztheaters München wird. Becks Nachfolger wird der derzeitige Leiter des Luzerner Theaters, Benedikt von Peter.

"Schauspielerin des Jahres" wurde mit sieben Stimmen Caroline Peters vom Wiener Burgtheater. "Schauspieler des Jahres" ist mit zehn Stimmen der freischaffende Schauspieler Benny Claessens.

Signal an die Politik

Andreas Beck, sieht in der Auszeichnung zum "Theater des Jahres" ein willkommenes Signal an die Politik. "Theater kann über die eigene Stadt hinaus strahlen, wenn es denn strahlen darf", teilte er kurz nach Bekanntmachung der Auszeichnung durch die Fachzeitschrift "Theater Heute" am Donnerstag mit. "Will heissen: zum Strahlen braucht es Talente und eine mehr als solide, weiter denkende Finanzierung. Und Auszeichnungen wie diese sollten das doch jetzt garantieren, oder? In diesem Sinne: Juchhu."

"Ich freue mich für uns alle am Theater Basel ganz irre", teilte Beck mit. "Und für unser Publikum, denn das wusste ja schon viel früher, dass sie ihr respektive unser Theater sehr mögen, denn es kamen immer häufiger immer mehr." Zur Zeit laufen Subventionsverhandlungen zur Finanzierung des Theaters Basel.