Festival
Mit neuem Namen aber bewährter Leidenschaft: «Floss» verkündet das diesjährige Programm

Auch im zweiten Coronajahr findet das Festival auf dem Rhein in Basel statt. Zwar wieder erst im September, aber unter neuem Namen. Das Programm ist divers und trotz Pandemie auch international.

Elodie Kolb
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Die Marke «im Fluss» gehört nun der Geschichte an.

Die Marke «im Fluss» gehört nun der Geschichte an.

Archivbild: Juri Junkov

«Es ist fast etwas banal», sagt Tino Krattiger am Anfang der Medienkonferenz im Hotel Krafft ganz entspannt: «Wir ändern unseren Namen von «im Fluss» zum «Floss». Sie hätten gemeinsam mit der FHNW eine Umfrage mit rund 500 Personen durchgeführt und es habe sich gezeigt, dass die meisten Menschen Letzteres verwenden. Ausserdem ergab die Umfrage, dass die Gäste am «Floss» nicht nur das Ambiente schätzen, sondern auch den Umstand, dass es kostenlos ist, mit Kollekte. «Und natürlich auch das Programm», ergänzt er nach einer Rückfrage.

Auch im zweiten Coronajahr findet das Open Air auf dem Basler Hausfluss statt. Sicherheitskonzepte seien noch nicht ausgearbeitet, man wolle warten, wie sich die Lage entwickelt und dann entsprechend handeln, heisst es am Medienevent. Insgesamt 16 Musiker und Bands werden zwischen dem 1. und dem 18. September auf der schwimmenden Bühne oberhalb der Mittleren Brücke für Stimmung sorgen. Den Anfang macht Goran Bregovic, «einer der ganz grossen Filmmusiker», lautet das Verdikt vom Medienverantwortlichen Christian Platz. Mit dem Rapper Stress schliesst ein Lausanner das Festival. «Typisch für Stress in ungestresstem Ambiente», hofft Gaetano Florio, bei dem die Verantwortung für Programm und Produktionsleitung liegt.

Bereits zum zweiten Mal erst im September

Zwischen Filmmusik und französischem Rap beehren Mundartkünstler, Orchester, mit Naturally 7 eine A-cappella-Band aus New York und Urgesteine wie der Spider Murphy Gang aus München und Gigi Moto das diesjährige «Floss». Die Gigs sind sorgfältig ausgesucht, zu jeder Künstlerin, zu jeder Band wissen Krattiger, Platz und Florio eine Anekdote zu erzählen und brechen in Lobreden aus. Mit Brainchild, die gerade eben ihr Débutalbum vorgelegt haben, Furlong und Soul-Sängerin Tanja Dankner wird auch Basel seine Musikszene präsentieren.

Der Musiker und Jugendarbeiter David Bhend bietet als daFoo & The Art of Generations gar ein exklusives Programm für das «Floss»: Er kombiniere seine Arbeit mit Jugendlichen mit seiner Musik und trete laut Gaetano im September gemeinsam mit einer Jugendband auf. Und am Medienevent deuten die drei Verantwortlichen schmunzelnd an: «Es kann gut sein, dass er dabei auch über Wasser geht.» Bereits letztes Jahr wurde das «Floss» in den September verschoben – pandemiebedingt. «Es war ein spezielles Jahr mit Absperrungen und Maskenpflicht», sagt Florio. «Immer wenn das Telefon um 10 Uhr morgens geläutet hat, ist mir das Herz in die Hose gerutscht. Ich hatte Angst, dass der kantonsärztliche Dienst mich über eine Corona-Infektion am ‹Floss› informiert.»

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