Bachgraben
Fertig Golfschläger! Ab morgen werden wieder Badehosen montiert

Seit 2002 verwandelt sich das «Bachgraben» im Iselin-Quartier jeweils im Winter vom Gartenbad zu einem 9-Loch-Golfplatz.

Fabio Vonarburg
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Dieses Wochenende beginnt die Badesaison im Bachgraben. Der Geschäftsführer hofft auf eine erfolgreiche Saison. Martin Töngi

Dieses Wochenende beginnt die Badesaison im Bachgraben. Der Geschäftsführer hofft auf eine erfolgreiche Saison. Martin Töngi

Martin Toengi

Das Gartenbad Bachgraben hat das ganze Jahr Saison. Im Sommer fliegen Wasserbälle über das Becken, akrobatische Sprünge werden gewagt, Schwimmer ziehen ihre Bahnen. Im Winter schiessen Golfbälle über die Wassergräben, der beste Schwung ist gefragt, Golfer üben ihre Treffsicherheit.

Seit 2002 verwandelt sich das Gartenbad im Iselin-Quartier jeweils im Winter zu einem 9-Loch-Golfplatz. Das Beachvolleyballfeld wird dabei zum Sandbunker, die Swimmingpools zu Wassergräben. Die logische Konsequenz: Bälle landen in den Becken. Jeden Frühling werden zwischen 3000 bis 4000 aus den Pools geholt. Betrieben wird der Golfplatz vom Verein Citygolf Bachgraben, der auch noch eine Driving Range unterhält. Ganz im Sinne des Gartenbades Bachgraben. «Es ist toll, wenn eine Sportanlage das ganze Jahr genutzt werden kann», sagt Geschäftsführer Peter Portmann.

Die Golfsaison endete am letzten Wochenende. Ab morgen werden wieder die Badehosen und Schwimmflügel montiert, auf den Greens die Badetücher ausgebreitet. Heute erhält das Gartenbad noch den letzten Schliff. Der Rasen wird gemäht, das Volleyballnetz aufgehängt, die Becken geputzt.

Portmann zeigt sich im Hinblick auf den Eröffnungstag in die Badesaison nicht euphorisch. «Wenn ich das Wetter anschaue, Regen und 17 Grad, dann erwarte ich nicht den grossen Ansturm.» Die Wassertemperatur lässt mit derzeit 19 Grad auch noch eher frösteln, als frohlocken. «Im besten Fall schaffen wir 20,5 Grad bis zur Eröffnung.» Möglich macht es eine Solar-Anlage. Mit dieser lässt sich das Wasser aller Becken erwärmen.

Portmann hofft auf einen besseren Sommer als 2014. «Die letzte Saison war brutal nass.» Für die nächste Woche sieht es schon mal gut aus. 28 Grad sind für Dienstag gemeldet. Temperaturen wie geschaffen für das erste «Spiessli» des Jahres. An einen Spitzentag finden über 7000 Badegäste den Weg ins Gartenbad Bachgraben. Die 1962 eröffnete Sportanlage hat in Basel einen starken Konkurrenten – den Rhein. «Die Basler haben ihn in den letzten Jahren wiederentdeckt», sagt Portmann.

Die erfolgreichsten Zeiten erlebte das Freibad in den Anfangsjahren. 1968 sollen an einem Tag über 16'000 Besucher ins Bad geströmt sein. Die damalige Zahl unterstreicht die Grösse der Anlage. Mit rund 51'000 Quadratmetern Fläche ist das Gartenbad Bachgraben das grösste Schweizer Freibad, welches nicht an einem Gewässer liegt. Dies entspricht der Grösse von sieben Fussballfeldern.

Auf diese Saison hin wurde die Damen-Garderobe versetzt. Die ehemaligen Räumlichkeiten nutzt jetzt eine Tagesschule. Auch kulinarisch hat sich das Gartenbad verändert. Neu übernimmt der Verein Robi-Spiel-Aktionen Basel die Restaurantleitung und verspricht: «Unser Lokal bietet mehr als nur Essen aus der Fritteuse.» Auch gesunde Mahlzeiten würden auf der Karte stehen. Somit wäre man bei einer Gemeinsamkeit zwischen Schwimmen und Golf: Beides macht hungrig.

Ab 9. Mai, täglich von 9 Uhr bis 20 Uhr