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FCB-Trainer Yakin vor GC-Match: «Jungs brennen auf Revanche»

FCB-Coach Murat Yakin und GC-Trainer Uli Forte: Heute treffen sie sich wieder.

FCB-Coach Murat Yakin und GC-Trainer Uli Forte: Heute treffen sie sich wieder.

Der FC Basel hat drei Matchbälle für ein Halleluja – der Trainer will gegen GC heute Sonntag den ersten verwandeln und den FCB so erneut zum Meister machen. «Ich verspüre eine positive Anspannung», sagt Yakin.

Noch ist er nicht Meister. Also will Murat Yakin auch noch nichts wissen von einer Feier in der Basler Innenstadt. «Das gefällt mir gar nicht», sagt er halb scherzend, halb im Ernst zu Mediensprecher Josef Zindel, als dieser den Journalisten den Ablauf einer allfälligen Spontan-Fete auf dem Barfüsserplatz erklärt. «Zuerst müssen wir das Ding gewinnen», sagt Yakin.

Das Ding – es ist das zweite Aufeinandertreffen der beiden besten Mannschaften dieser Saison innert sieben Tage. Und für den FCB die Chance, Revanche zu nehmen für den verlorenen Cupfinal. Ein Sieg im Letzigrund, und er ist unter Berücksichtigung aller Eventualitäten Meister. Ein Unentschieden, und er ist nach menschlichem Ermessen Meister (das Torverhältnis spricht klar für Basel). Eine Niederlage, und das Meisterrennen wird noch einmal spannend. «Ich verspüre eine positive Anspannung», sagt Yakin, der schnellstmöglich den ersten Titelgewinn aus seiner persönlichen To-do-Liste streichen möchte.

FCB brennt auf Revanche

Am Dienstag, dem Tag nach dem Cupfinal, hat die Mannschaft einen Ausflug in ein Erlebnisbad unternommen – auf eigenen Wunsch und ohne Trainerstaff. In der Sauna haben Streller und Co. die Enttäuschung ausgeschwitzt, fokussiert wie selten hat der Trainer seine Spieler danach wahrgenommen. «Die Jungs brennen auf die Revanche und darauf, im Stadion des Verfolgers den Sack zuzumachen», schickt Yakin eine Warnung nach Zürich.

Vielleicht ist es auch als Warnung gemeint, wenn er sagt: «Gut möglich, dass wir GC öfters das Spieldiktat überlassen.» Denn immer dann, wenn die Hoppers in dieser Saison selber gestalten mussten, hatten sie Probleme. «Wir dürfen, sie müssen gewinnen.» Ein Motto, unter dem Basel auch in der Europa League aufgetreten ist.

Was jedoch nicht heissen soll, schiebt Yakin nach, das der FCB morgen auf die Bremse stehe. «Dosierter, mit weniger Risiko» will er die Mannschaft spielen sehen. Die Spieler seien nach der langen Saison zwar etwas müde, die meisten wüssten aber, wie man Meister werde. Was das konkret heisst? «Vor dem finalen Schritt nicht in Panik ausbrechen», umschreibt er es. Er muss es wissen: Als FCB-Captain stemmte Yakin drei Mal den goldenen Kübel.

FCB wie Federer

Basel hat drei Matchbälle für den Meistertitel – womit ein Vergleich mit dem Tennis nahe liegt. Auch Yakin tut es, für ihn ist der FCB wie dessen Edelfan Roger Federer zu seinen besten Zeiten. «War er in Fahrt, konnten die Gegner ihn kaum stoppen. Dieses Sieger-Gen müssen wir jetzt ausspielen», sagt er.

So hat Federer Geschichte geschrieben. Etwas, was auch der FC Basel anstrebt. Vier Titel in Serie, das ist bislang nur den Young Boys von 1957 bis 1960 gelungen. Präsident Bernhard Heusler hat vor dem Rückrundenstart die Mannschaft noch einmal auf die historische Marke hingewiesen. «Auch für mich hat das eine grosse Bedeutung», sagt Yakin.

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