Visionen

Europa-Park plant eine Seilbahn nach Frankreich

Der Freizeitpark im deutschen Rust hegt Pläne, eine Seilbahn nach Frankreich zu bauen. Europa-Park-Gründer Roland Mack hat das Projekt bereits dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron vorgestellt. Dieser ist begeistert.

Der Europa-Park will eine Seilbahn über den Rhein nach Frankreich bauen, dies berichtet die «Badische Zeitung». Roland Mack, Besitzer des Freizeitparks in Rust nördlich von Freiburg im Breisgau, hat am Sonntagabend eine entsprechende Vereinbarung mit dem französischen Präsidenten Emannuel Macron unterzeichnet.

Die Seilbahn würde zum Teil durch das Naturschutzgebiet Taubergiessen führen und über fünf Kilometer lang sein. Sie könnte in fünf bis zehn Jahren fertig sein. Macron begrüsste auf Twitter das deutsch-französische Projekt, das Tausende von Arbeitsplätze schaffen würde.

Der französische Präsident befindet sich derzeit zu den 100-Jahr-Feiern des Ende des Ersten Weltkriegs in Ostfrankreich. Am Sonntagabend besuchte er mit dem deutschen Präsidenten Frank-Walter Steinmeier ein Konzert im Strassburger Münster.

Das Treffen von Macron mit der Eigentümerfamilie des Europa-Parks, an dem auch der Geschäftsführer Michael Mack teilnahm, fand am Sonntag in der Strassburger Präfektur statt. «Das Elsass und die Grossregion Ostfrankreich sind uns besonders wichtig», schrieb Michael Mack auf Twitter. Laut den elsässischen Zeitungen wurde das Seilbahn-Projekt bereits mehreren elsässischen Politikern vorgestellt. Michael Mack bestätigte dies. Jean Rottner, Präsident der ostfranzösischen Grossregion Grand Est begrüsste das Vorhaben auf Twitter.

3000 Personen pro Stunde

Ein anderes Seilbahn-Projekt bei Strassburg ist nicht zustande gekommen, hätte aber pro Stunde 3000 Personen befördern können. In der deutschen Standortgemeinde Rust des Freizeitparks macht man sich bereits Sorgen, dass der Europa-Park Erweiterungspläne in Richtung Frankreich hegt. Die Rede ist zum Beispiel von einem Parkteil, der sich Umweltfragen widmet. Eine Erweiterung würde auch deshalb Sinn machen, weil viele Beschäftigte und Gäste des Europa-Parks aus Frankreich kommen.

Ausserdem hat der Park bisweilen grosse Verkehrsprobleme, die sich durch einen weiteren Eingang vom Elsass aus zum Teil lösen könnten. Der Europa-Park hatte 2017 5,6 Millionen Besucher. Rund zwei Millionen davon kommen aus der Schweiz. Derzeit entsteht ein zweiter Parkteil, der dem Thema Wasser gewidmet ist.

Autor

Peter Schenk

Peter Schenk

Meistgesehen

Artboard 1