Grosser Rat

«Es ist noch zu früh»: Nur acht Stimmen für die Roger-Federer-Arena

Erhält noch keine eigene Arena: Roger Federer.

Erhält noch keine eigene Arena: Roger Federer.

Die Region wird Roger Federer auch nach dem 20. Grand-Slam-Titel kein Denkmal setzen. Die Roger-Federer-Halle wird am Mittwoch im Grossen Rat klar verworfen.

Die St. Jakobshalle wird auf absehbare Zeit nicht in Roger-Federer-Arena umbenannt. Die FDP-Grossrätin Martina Bernasconi hatte diese Idee, die in den letzten Jahren immer wieder auftauchte, Anfang Jahr offiziell als politischen Vorstoss eingereicht, nachdem der Tennisstar mit seinem 20. Grand-Slam-Titel eine weitere Rekordmarke geknackt hatte.

Im Basler Parlament stiess Bernasconi damit auf wenig Begeisterung. Zwar würdigten alle Sprecher die einzigartigen sportlichen Leistungen von Federer, für die Umbenennung fand sich aber kein Befürworter. Am Schluss wurde die Idee mit gerade mal acht Ja-Stimmen mehr als deutlich verworfen.

«Es ist noch zu früh»

Auffällig: Für ein Nein plädierten Politiker von links bis rechts, die für ihre Sportaffinität bekannt sind. Etwa SVP-Grossrat, Anwalt und Fussballspielervermittler Heiner Ueberwasser. Er befürchtete markenrechtliche Probleme. Ausserdem sei er grundsätzlich kritisch, wenn es darum gehe, Sportstätten umzubenennen: «Sonst diskutieren wir vielleicht bald einmal über die Läckerlihuus-Halle.»

Auch René Häfliger, der unter anderem als Sportjournalist arbeitet, meinte: «Ich bin ein grosser Roger-Federer-Fan, aber er steht auch für Credit Suisse, Sunrise, Rolex, Nike und Jura-Kaffeemaschinen. Wir würden die Halle auch an diese Unternehmen mitverkaufen.» SP-Grossrat Thomas Gander schliesslich meinte: «Es kann später einmal eine schöne Geste sein, Federer so ein Denkmal zu setzen. Aber heute ist es noch zu früh. Und ich bin fast sicher, er sieht das auch so.» 

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