Dreiland
Elsässer Richert zum Präsidenten der Grossregion gewählt

Der bürgerliche Philippe Richert wurde zum Präsidenten der neuen ostfranzösischen Grossregion Elsass-Champagne-Ardenne-Lothringen gewählt. In seiner Antrittsrede schloss er eine Zusammenarbeit mit den Rechtsextremen aus.

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Philippe Richert, Präsident der Grossregion Elsass/Champagne-Ardenne/Lothringen, bei Interviews am Wahlabend in Strassburg. (Archiv)

Philippe Richert, Präsident der Grossregion Elsass/Champagne-Ardenne/Lothringen, bei Interviews am Wahlabend in Strassburg. (Archiv)

Jean-Marc Loos/L'Alsace

Anfang dieser Woche fand in Strassburg die konstituierende Sitzung des Parlaments der neuen ostfranzösischen Grossregion Elsass-Champagne-Ardenne-Lothringen statt. Mit 102 Stimmen wurde Philippe Richert, der bürgerliche ehemalige Präsident der Region Elsass, zum neuen Präsidenten gewählt. Die 46 Abgeordneten des rechtspopulistischen Front National (FN) stimmten für ihren Kandidaten Florian Philippot, 20 Abgeordnete enthielten sich der Stimme.

Richert kündigte in seiner Antrittsrede an, mit der Minderheit der Linken zu kooperieren, schloss allerdings eine Zusammenarbeit mit den Rechtsextremen aus. Die Anliegen der Grünen, die nicht im Parlament vertreten sind, will er in seiner Politik berücksichtigen.

Eine wichtige Rolle in der neuen Regierung der Grossregion wird Jean Rottner, der Maire von Mulhouse, spielen. Er ist Fraktionspräsident der Bürgerlichen und gehört zu den drei Mitgliedern einer Exekutive, die eng mit Richert zusammenarbeiten sollen. Ausserdem wurde für jedes der zwölf Departements der Grossregion ein Vizepräsident gewählt. Drei Departements erhielten aufgrund ihrer Einwohnerzahl zwei Vizepräsidenten; dazu gehören Oberelsass und Unterelsass. (psc)