Korruptionsvorwürfe

Eklat nach Klage: Bruno Manser Fonds fordert Vischer Anwälte auf, Fall nicht anzunehmen

Bruno Manser im Jahr 1999 (Archiv)

Bruno Manser im Jahr 1999 (Archiv)

Gegen den Bruno Manser Fonds klagt die Familie des Malaysischen Gouvernors in Basel. Die Kläger werden von der Kanzlei Vischer vertreten. Jetzt fordert der Fonds die Kanzlei um Ueli Vischer auf, den Fall nicht anzunehmen.

Die Forderung geht sehr weit: Der Bruno Manser Fonds (BMF) fordert die Basler Anwaltskanzlei Vischer AG auf, ihr Mandat für die kanadisch-malaysische Immobilienfirma Sakto Corp. niederzulegen. Dieses Vorgehen ist ungewohnt. 

BMF-Geschäftsleiter Bruno Straumann geht in einer Mitteilung sehr weit: "Bei Vischer gibt es offenbar erhebliche Mängel bei der Prüfung neuer Kunden. Der Reputationsschaden des Sakto-Mandats wird den potenziellen Gewinn bei weitem übersteigen", lässt er sich zitieren. Straumann kritisiert insbesondere auch, dass Ueli Vischer, Basler alt Regierungsrat und Verwaltungsratspräsident der Messe Schweiz, in dieser Kanzlei tätig ist.

Klage reiht sich an Klage

Hintergrund der Auseinandersetzung die Klage der Familie des Malaysischen Gouvernors gegen die Menschenrechtsorganisation. Es geht um Rufschädigung. Der Bruno Manser Fonds verdächtigte die Firma Sakto Corp. der Geldwäsche, auch Korruptionsvorwürfe standen im Raum. Dagegen wehren sich die Malaysier.

Das Vorgehen des Bruno Manser Fonds (BMF) war frech, wie die bz bereits schrieb: Die Basler Nichtregierungsorganisation, die das Erbe des verschollenen Regenwaldschützers Bruno Manser angetreten hat, klagte in Ottawa auf die Herausgabe von Finanzdaten. Mit diesen Informationen sollte der Beweis angetreten werden können, dass die kanadische Immobiliengruppe Sakto Corporation mit Geldern des Malaysischen Politikers Mahmud Taib alimentiert werde.

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