Programm
Einhornreiten und Karaokesingen an der 17. Basler Museumsnacht

Bananen, Bauchtanz oder Buddeln: Die 17. Museumsnacht bietet einmal mehr viele spezielle Angebote für alle Interessen.

Céline Feller
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BZ/Archiv

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Basel ist eine Bananenrepublik! Das wussten Sie nicht? Könnte daran liegen, dass es nur das Spalentor ist. Und nur für einen Abend. Aber an diesem einen Abend kann in der Bananenrepublik Spalentor – vielen eher bekannt als Botanischer Garten der Universität Basel – alles rund um die gelbe Frucht erfahren werden. Möglich macht dies das Programm der Museumsnacht, die am 20. Januar 2017 zum 17. Mal in 37 Museen und Kulturinstitutionen dreier Länder stattfinden wird und deren Programm gestern bekannt gegeben wurde.

Flucht aus dem Museum

Wer lieber nicht der Geschichte der Banane, sondern jener der Stadt Basel auf den Zahn fühlen will, der sollte sich auf den Barfi begeben. Dort kann zum ersten Mal an der Basler Museumsnacht eine echte Ausgrabung besichtigt werden. Gezeigt wird, was Archäologen im Rahmen der Ausgrabungen, die seit Herbst dieses Jahres im Zusammenhang mit der Erweiterung des Stadtcasinos stattfinden, im Herzen der Stadt bereits alles entdeckt worden ist: Überbleibsel des Barfüsserklosters, Fundamente der Stadtmauer oder Spuren frühmittelalterlicher Siedlungen. Vielleicht können sich die Besucher dann vorstellen, wie man im Basel des 14. Jahrhunderts lebte.

Noch etwas mehr Fantasie braucht, wer einen Abstecher ins Pharmazie-Historische Museum machen will. Denn dort kann man machen, wovon viele träumen: Einmal auf einem Einhorn reiten! Oder wie es im Programm heisst: «Das Unmögliche möglich gemacht!» Wem nach diesem wilden Ritt nicht schlecht ist, der kann sich im Museum für Gegenwartskunst einsperren lassen und versuchen, die vielen Rätsel zu lösen, um wieder flüchten zu können. So, wie man es von den beliebten Fluchtspielen namens Room Escape kennt. Ist die Flucht geschafft, sollte man schnell das nächste Museum besuchen. Sei es das Antikenmuseum, wo Bauchtanz erlernt und aufgeführt werden kann – oder das Sportmuseum. Dort kann herausgefunden werden, wie gut man die Weihnachtsmenüs verdaut hat und wie fit man bereist wieder ist. Alternativ gäbe es in der Skulpturhalle noch Yogakurse – dann ist was für die Ausdauer getan. Wem das alles zu anstrengend ist, der kann auch einfach auf ein Ständchen ins Tinguely-Museum gehen, wo Karaoke den Musikmaschinen von Tinguely Konkurrenz machen sollen. Und wer nicht singen kann, der hat die Möglichkeit, Beatboxen zu erlernen.

Das wohl gemütlichste Programm – Yoga mal ausgenommen – gibt es aber definitiv in der Skulpturhalle: Free Hugs, also Umarmungen für alle und umsonst sowie Entspannung pur bei kurzen Nacken-, Hand- oder Fussmassagen.

17. Museumsnacht, 20. Januar 2017. Das detaillierte Programm finden Sie
unter http://www.museumsnacht.ch/de/programm/index.php

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