Basel
Eine Stiftung für klima- und kostengünstiges Bauen: Bauunternehmer macht Werbung in eigener Sache

Rund um das Zürcher Bauunternehmen Steiner gab es in der Region in der Vergangenheit negative Nachrichten - nun wird in Basel eine Stiftung für die Entwicklung neuer Technologien gegründet.

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Das Bauunternehmen gründet eine Stiftung für klima- und kostengünstiges Bauen (Symbolbild).

Das Bauunternehmen gründet eine Stiftung für klima- und kostengünstiges Bauen (Symbolbild).

KEYSTONE/DPA/TOM WELLER

Als Bauherr sorgte das Zürcher Bauunternehmen Steiner in der Region zuletzt für negative Schlagzeilen. Beim Schulhausneubau in Laufen warf ihm der Kanton Baselland Missmanagement vor und stoppte die Arbeiten. Dabei will sich Steiner als vorbildlicher und nachhaltiger Immobilienentwickler und Immobilienbauer profilieren.

In Basel hat die Steiner AG dazu nun die Steiner Lab Foundation gegründet. Als Forschungsstiftung soll sie mit jeweils einigen 100'000 Franken pro Jahr die Entwicklung und Erforschung von Technologien und Methoden des «innovativen, kostengünstigen und klimafreundlichen Bauens» fördern. Diese Erkenntnisse sollen allgemein zugänglich sein. Es sollen aber nicht nur Studien finanziert werden, sondern die gewonnenen Erkenntnisse auch selbst umgesetzt werden. Dazu hat die Stiftung die Firma Live & Work AG gegründet. Diese bezweckt, «Miet- und Eigentumswohnungen unter spezieller Berücksichtigung des rationellen und ressourcenschonenden Bauens» zu planen und zu erstellen.

Erste Projekte werden Anfang Jahr kommuniziert

Sie erfüllt die Bedingungen als gemeinnütziger Wohnbauträger nach den Vorschriften des Bundesamts für Wohnungswesen, um für die Finanzierung von staatlichen Fonds zu profitieren. Die Gesellschaft kann Liegenschaften bauen, kaufen, verwalten und veräussern, eine «spekulative Absicht» sei jedoch ausgeschlossen.

Nach Auskunft der Geschäftsführerin Maria Sciavarrello sollen die Erträge der Live & Work, die durch die Immobilienbewirtschaftung erzielt werden, helfen, die Forschungsaufträge der Stiftung zu finanzieren.

Das Stiftungsvermögen stammt von der Steiner AG, die seit zehn Jahren zum indischen Baukonzern Hindustan Construc­tion Company Ltd. gehört. Nominell ist die Steiner Lab Foundation jedoch unabhängig. Auf Anfrage sagt Sciavarrello, Anfang kommenden Jahres könnten erste Projekte kommuniziert werden. (cm)

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