Landkreis Lörrach
Ein erster Vorentscheid zum neuen Zentralklinikum wurde gefällt

Im Landkreis Lörrach sollen drei Krankenhäuser zu einem neuen Zentralklinikum fusionieren. Die Basler Spitäler beobachten dies gespannt, da dies für sie in Zukunft interessant werden könnte.

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Im Landkreis Lörrach soll ein Zentralklinikum gebaut werdent. (Symbolbild)

Im Landkreis Lörrach soll ein Zentralklinikum gebaut werdent. (Symbolbild)

KEYSTONE/GAETAN BALLY

Die grundsätzliche Entscheidung, ein sogenanntes Zentralklinikum für den Landkreis Lörrach zu bauen, fiel bereits im Oktober 2016. Am 5. April nun wird der Kreistag, das Parlament des Landkreises, eine erste Vorentscheidung zum Standort fällen. Zur Auswahl stehen Grundstücke in Lörrach, Rheinfelden und Schopfheim.

Das Zentralklinikum entsteht aus der Fusion der drei Krankenhäuser des Landkreises in den drei Orten, die sich auch für den Standort der neuen Anlage bewerben. Ausserdem wird das konfessionelle St. Elisabethen Krankenhaus in der neuen Struktur aufgehen. Mit 653 Betten hat das Zentralklinikum acht Prozent weniger Betten als die vier Einrichtungen zusammen.

Ausserdem wird die Psychiatrieabteilung von derzeit 94 auf zirka 120 Betten erweitert.
Der Bau, der 2025 fertig sein soll, kostet ohne Grundstückserwerb 239 Millionen Euro. Davon übernimmt das Land Baden-Württemberg, das dem Projekt zugestimmt hat, rund 50 Prozent. In den vier Krankenhäusern, die fusioniert werden, arbeiten derzeit 2000 Personen.

Das Zentralklinikum soll nahezu alle Fachbereiche abdecken. Mit Interesse beobachten Basler Spitäler die Entwicklung, die dazu führen könnte, dass Privatpatienten aus Südbaden dereinst wegbleiben. (psc)