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Ein Engel mit Verspätung – im zweiten Anlauf soll Ausbau des Teufelhofs gelingen

Das Hotel Teufelhof lanciert zum zweiten Mal den Ausbau. Die Baurekurskommission gab dem Patron Raphael Wyniger Recht, nachdem er sich beim Bauinspektorat eine Abfuhr eingehandelt hatte.

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Raphael Wyniger vor dem Hotel Teufelhof.

Raphael Wyniger vor dem Hotel Teufelhof.

Schweiz am Wochenende

Das Basler Hotel Teufelhof startet einen zweiten Anlauf: Es hat ein Baubegehren für ein Apartmenthotel am Leonhardsgraben erneut eingereicht. Im dreistöckigen Wohnhaus vis-à-vis des heutigen Hotels sollen 32 Zimmer und vier Apartments den Betrieb ergänzen und die Betten verdoppeln. Vor eineinhalb Jahren scheiterte das Projekt unter dem Titel «Hotel Engel Residence & Apartments» am Basler Bauinspektorat. Dieses erteilte Teufelhof-Patron Raphael Wyniger eine Abfuhr, berichtete die «Schweiz am Sonntag».

Der Grund: Durch den Hotelbetrieb ginge günstiger Wohnraum verloren, was gegen das Wohnraumfördergesetz (WRFG) verstosse. Wyniger gab nicht auf – und bekam von der Baurekurskommission recht. Aus der kürzlich eingereichten Baueingabe geht hervor, dass die 32 neuen Zimmer alle mit einer Kochnische ausgestattet werden. Die vier zusätzlichen Apartments verfügen zudem über einen separaten Wohnbereich.

Als «eigentliches Herzstück» des Hauses ist die Lobby geplant. Auf deren 300 Quadratmetern sollen Seminare und Events durchgeführt, aber auch eine Bar eingerichtet werden. Das Apartmenthaus soll einen «Kulturschwerpunkt» erhalten. Durch die direkte Nachbarschaft zur Musikakademie biete sich «Musik» an. Geschwitzt wird im Untergeschoss. Dort ist ein Fitnesscenter für die Hotelgäste des Teufelhofs vorgesehen. (ABA)