Auf die Guggen Mohrekopf und Negro-Rhygass sollen Farbanschläge geplant sein. Dies sagte Mohrekopf-Obmaa Daniel Bachmann gegenüber der «Basler Zeitung» vom Freitag. Die Berfürchtung basiert allerdings auf einem Gerücht, das jemand in einer Kleinbasler Beiz aufgeschnappt haben soll. Dennoch gelangte die Gugge an die Basler Polizei. Wie Polizeisprecher Martin Schütz bestätigt, haben die Behörden «vom Gerücht Kenntnis».

Die Nervosität ist gross: Vergangenen Herbst wurden gegen die Guggen Rassismus-Vorwürfe wegen Namen und Logos erhoben. Die Polizei geht für diese Fasnacht aber nicht von einem höheren Sicherheitsrisiko als im Vorjahr aus, wie deren Sprecher Martin Schütz gegenüber der bz sagt, auch wenn das Thema Rassismus laut dem Fasnachtsführer «Rädäbäng» eines der am meisten ausgespielten Sujets sein wird.

Von Guggen, Demonstranten und Gläbber im Gässli

Die Basler Sicherheitskräfte setzen dafür auf Präsenz und auf Ansprechbarkeit, so Schütz. Feste Installationen von Sicherheitselementen wird es wegen der Grösse des Anlasses bis auf die gewohnten Absperrungen auch dieses Jahr nicht geben.

Die Sicherheit an der Fasnacht ist allerdings seit der Debatte um die als «Gläbbergässli» bekannte Grünpfahlgasse ohnehin ein Thema. Dort kam es in den vergangenen Jahren zu Auseinandersetzungen zwischen Zaungästen und Fasnächtlern. In der Gasse soll es an der diesjährigen Fasnacht allerdings ruhiger werden; dafür sorgt das Unternehmen Mitte mit einem deutlich fasnächtlicheren Programm als in den vergangenen Jahren.

Die Debatte um die Guggen-Namen und -Logos wurde bislang nur einmal auf offener Strasse ausgetragen: An einem Solidaritätsmarsch, der im August von Guggen aus dem Baselbiet und der Stadt organisiert wurde und vom Bahnhof bis zum Wettsteinplatz führte. Damals stellte sich auf der Wettsteinbrücke eine Demo-Gruppe aus Antifa-Kreisen der von Hunderten Menschen begleiteten Kundgebung entgegen. Zu Ausschreitungen kam es damals aber nicht.