Verhaftung

Drogen mit dem Porsche ausgeliefert: Dealer-Paar wird inhaftiert

Das Dealer-Paar muss hinter Gitter: Sieben Jahre Gefängnis für ihn, fünf Jahre plus Landesverweis für sie. (Symbolbild)

Das Dealer-Paar muss hinter Gitter: Sieben Jahre Gefängnis für ihn, fünf Jahre plus Landesverweis für sie. (Symbolbild)

Ein Mann und seine Partnerin handelten mit Crystal Meth: Sieben Jahre Gefängnis für ihn, fünf Jahre plus Landesverweis für sie.

Der 27-jährige Drogenhändler muss für sieben Jahre ins Gefängnis, seine ehemalige 36-jährige Freundin für fünf Jahre: Das Basler Strafgericht fällte am Freitag Schuldsprüche wegen banden- und gewerbsmässigem Betäubungsmittelhandel. Die Strafen fielen etwas tiefer aus, als es von der Staatsanwaltschaft beantragt worden war, weil das Gericht in einzelnen Anklagepunkten von einer tieferen gehandelten Menge des Metamphetamins ausgeht.

Ausschaffung ohne Chance auf Härtefallregelung

Insgesamt kam man aber immer noch auf eine gehandelte Menge von über fünf Kilogramm Crystal Meth. Bei der Frau war die Menge geringer, zumal sie nach einer Festnahme in Chexbres im Kanton Waadt für 15 Monate im Gefängnis sass und derweil keine Drogen ausliefern konnte.

Sie sass damals den unbedingten Teil einer teilbedingten Strafe von insgesamt 36 Monaten ab, die offene Reststrafe ist in den nun verhängten fünf Jahren bereits eingerechnet. Auch beim 27-Jährigen wurde eine bedingte Vorstrafe von zwölf Monaten gesprochen.

Gerichtspräsident Lucius Hagemann sprach aufgrund der abgehörten Telefongespräche von einem «regen partnerschaftlichen Austausch auf Augenhöhe» der beiden Angeklagten. Dass die Polizei nicht sofort eingeschritten sei, sondern die beiden überwacht hat, um das weitere Umfeld zu ermitteln, sei nicht zu beanstanden. Durch die Überwachung der Drogenlieferungen sind noch weitere Verfahren gegen andere Personen hängig.

Der in Basel geborene schweizerisch-türkische Doppelbürger sass nach seiner Festnahme im November 2018 für acht Monate in Untersuchungshaft, danach musste er wegen Fluchtgefahr seine Pässe abgeben und sich regelmässig bei der Staatsanwaltschaft melden. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, bis zum Strafantritt bleibt er auf freiem Fuss. Das Gericht hob die Meldepflicht auf, verlängerte aber weiterhin die Schriftensperre.

Die 36-jährige Thailänderin hingegen erhält ihren Pass wieder zurück: Sie wurde ebenfalls im November 2018 festgenommen, hat aber vor einem Jahr den vorzeitigen Strafvollzug angetreten. Nach vollzogener Strafe wird sie aus der Schweiz ausgeschafft werden: Das Strafgericht sprach einen Landesverweis von acht Jahren aus. Die Frau hat zwei Kinder in Thailand sowie einen Sohn in Zürich. Von der Härtefallregelung könne sie damit dennoch nicht profitieren, befand das Gericht.

Drogengelder und Porsche werden eingezogen

Die Verfahrens- und Gerichtskosten betragen insgesamt knapp 100'000 Franken, durch die Beschlagnahme von Drogengeldern sowie der Verwertung der Fahrzeuge dürfte der Staat aber ausnahmsweise nicht auf den Kosten sitzen bleiben. Insbesondere der Porsche Cayenne des Mannes wurde für Drogenlieferungen benutzt. Deswegen wird jener sowieso eingezogen.

Meistgesehen

Artboard 1