Läggerli-Saison

«Drey Dääg anderscht» – HD Läppli macht Fasnacht

Die neue «Läggerli»-Regisseurin und der Produzent im Fasnachtshuus: Sabina Rasser und Almi.

Die neue «Läggerli»-Regisseurin und der Produzent im Fasnachtshuus: Sabina Rasser und Almi.

«S’Läggerli» verspricht eine geballte Ladung Vorfasnacht mit Chaos, Unterhaltung – und mit einem «feinen» Almi. Es darf ein Läppli erwartet werden, der alles auf die Schippe nimmt – nicht «nur» die Armee.

Dass Sabina Rasser, Tochter des Polit-Kabarettisten Alfred Rasser, bei der zweiten Ausgabe des «Läggerli» Regie führen wird, machte Produzent Patrick «Almi» Allmandinger schon länger publik. Dass Rasser Almi auch eine neue Nummer des «HD Soldat Läppli», der Paraderolle ihres Vaters, auf den Leib schreiben würde, war die kleine Überraschung an der Vorstellung des neuen Läggerli-Programms.

«Wie würde mein Vater das heute umsetzen?», fragte sich die Tochter und wagte sich an die Aufgabe. Es darf ein Läppli erwartet werden, der alles auf die Schippe nimmt – nicht «nur» die Armee. «Almi lebt den Läppli. Seine ganze Persönlichkeit ist Läppli, wie ich ihn als Kind miterleben durfte», schwärmt Sabina Rasser und erzählt, dass Almi auch für die aktuelle Besetzung der Rolle infrage gekommen sei. «Caroline (Rasser) hatte Tränen in den Augen», berichtet sie darüber, wie die Nichte, die das Fauteuil führt, während Almis Vorsprechen reagiert habe. Daher sei es auch in der Familie nicht zu Diskussionen gekommen, wenn eine (neue) Läppli-Nummer im Läggerli uraufgeführt werde.

«Dr Läppli kunnt zrugg» ist für «Babbe Keller» (gespielt von Rolf Boss) denn auch das Sujet der aktuellen Fasnacht. Er ist mit seiner Familie im Bündnerland eingeschneit und alle können nicht rechtzeitig zum Morgestraich zurück sein. «Mer schaffe das», ist das Sujet seiner Schwiegertochter Gritli (Priska Caccivio), und sie schlägt stattdessen vor, einfach im Hotel Fasnacht zu machen. Dabei kommt es zu vielen lustigen Szenen mit den illustren Hotelgästen. Die ganze Familie um Fredy Keller (Almi) sorgt in der Folge im Hotel für Chaos und Unterhaltung.

«Drey Dääg anderscht» verspricht das Stück, bei dem neben baslerischem Brauchtum auch bündnerisches zum Zuge kommen soll.

3-stimmig ist dieses Mal das Morgestraich-Lied.

3-stimmig ist dieses Mal das Morgestraich-Lied.

Das Lied, das zu Tränen rührt, ist wieder zu hören

Regisseurin Rasser formt die Geschichte mit einer eigenen Handschrift: «Es gibt viele verschiedene Sketche, dafür bringen wir die Figuren auf eine andere Ebene», erklärt sie. So kommen auch ein russischer Bodyguard, ein Professor, eine Body-Lifestyle-Trainerin und eben HD Läppli zu ihren Auftritten. Almi und sein Team möchten an die beachtliche erste Läggerli-Saison anknüpfen. Das erfolgreiche «Es isch Morgestraich»-Lied, das diese Vorfasnacht das Publikum teilweise sogar zum Weinen brachte, kommt abgeändert wieder auf die Bühne, in einer dreistimmigen Version.

Rasser will den drei Hauptdarstellern ermöglichen, alle Facetten ihres schauspielerischen Könnens abzurufen. «Es gibt drei ganz tolle neue Nummern, die Almis ganzes Können zeigen werden», verspricht die Regisseurin. Sie versuche zudem, Almi auch einen feinen Humor zeigen zu lassen.

Der Läggerli-Produzent freut sich über die Ideen und den Einsatz Rasssers: «Es ist eine Riesenehre.» Weiter vertraut Almi auf sein bewährtes Team wie die beiden Musiker Reto Schäublin und Wolfgang von Dechend. Aerndschd Born und Martin Schwitter steuern – neben Almi und Rasser – Texte bei. Im Hintergrund agieren Lotte Gerber, Christoph Müller und René Büchli.
Weiter ist es Almi gelungen, neue Sponsoren anzuwerben. Auch der Vorverkauf sei gut angelaufen. Die Proben haben begonnen. Premiere ist am 31. Januar 2020 im Scala.

Meistgesehen

Artboard 1