"Wir hätten auch viele Abmeldungen erwarten können, aber im Moment ist dies nicht der Fall", sagte Loris-Melikoff im Interview mit dem Uhrenmagazin "Watch Around" (Vorabdruck Septemberausgabe). Bei der diesjährigen Ausgabe des Uhrensalons im Frühjahr hatte sich die Zahl der Aussteller gegenüber dem Vorjahr auf 650 halbiert.

Vor einem Monat gab dann der Swatch-Konzern bekannt, im nächsten Jahr auf eine Teilnahme zu verzichten. Ein Paukenschlag - war doch Swatch mit seinen 18 Marken bislang der grösste Aussteller. Swatch kritisierte, der Messebetreiberin MCH fehle der Mut für die nötigen tiefgreifenden Veränderungen.

Gleiche Vision wie Hayek

"Wir hegen die gleiche Vision wie Nick Hayek, auch wenn er wollte, dass wir uns schneller bewegen", sagte Loris-Melikoff im Interview. Mit oder ohne Präsenz der Swatch Group müsse sich die Baselworldweiterentwickeln.

Er bestritt allerdings, dass der Baselworld mit dem Teilnahmeverzicht des von Nick Hayek geleiteten Konzerns 50 Millionen Franken entgehen. Swatch gebe vielleicht insgesamt schon so viel Geld für die Messe aus, "aber das wären dann nicht 50 Millionen, die zu uns kommen."

Den Entscheid von Swatch gelte es nun zu akzeptieren. Er stehe aber in Kontakt mit Hayek, sagte Loris-Melikoff weiter.

Baselworld soll auch 2020 stattfinden

Für die Zukunft zeigt sich der neue Messechef zuversichtlich: Er bestätigte nicht nur, dass die Baselworld 2019 stattfinden wird, sondern auch 2020.

Mit einer Umfrage unter den Ausstellern will Loris-Melikoff die Weichen für 2020 stellen. Die Strategie für diese Ausgabe soll an der Baselworldim nächsten Jahr vorgestellt werden. Noch diesen Herbst soll das Projekt für 2019 kommuniziert werden.

Bislang habe er noch nicht alle Aussteller treffen können, sagte Loris-Melikoff: "Ich bin erst seit sieben Wochen da, und die Baselworld zählt 650 Aussteller. Wir versuchen, alle zu treffen, aber das ist organisatorisch eine kleine Herausforderung."