Basel
Die UBS kann in Basel einpacken

Die Umzugskisten stehen bereit: Weil sie viele Liegenschaften in Basel nicht mehr ausgelastet hat, zieht die UBS ihre Angestellten an einzelnen Standorten zusammen.

Esther Jundt
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Neue Heimat: Die UBS hat an der Gartenstrasse 9 insgesamt 950 Büroarbeitsplätze geschaffen.

Neue Heimat: Die UBS hat an der Gartenstrasse 9 insgesamt 950 Büroarbeitsplätze geschaffen.

bz Basellandschaftliche Zeitung

Die UBS-Angestellten müssen zusammenrücken. Die Grossbank ist daran, mehrere hundert Büros vom Ausbildungs- und Konferenzzentrum an der Viaduktstrasse in Basel in eine umgebaute Liegenschaft an der Gartenstrasse 9 zu zügeln. Gemäss dem Basler Regionenleiter Samuel Holzach wechseln zwischen 800 und 850 Arbeitsplätze die Adresse. Begonnen hat der Umzug am Fasnachtsdienstag und soll Mitte Juni abgeschlossen sein. Dann wird auch das Gebäude offiziell eröffnet.

Die UBS will ihre Aktivitäten in Basel auf die drei Standorte Aeschenvorstadt 1, Aeschenplatz und Gartenstrasse 9 konzentrieren. «Wir wollen nicht mehr unsere Büros auf viele Orte in der Stadt verteilt haben», sagt Holzach. Er weist darauf hin, dass die UBS seit der Fusion des Schweizerischen Bankvereins mit der UBS im Juni 1998 zahlreiche Liegenschaften in Basel nicht mehr ausgelastet habe. Deshalb würden Büros wie etwa im Anfos-Haus vermietet oder an den drei Standorten zusammengefasst.

Liegenschaft an der Gartenstrasse komplett saniert

An der Gartenstrasse ist eine ältere Liegenschaft komplett saniert worden. Dabei wurde das Gebäude auch erdbebensicher verstärkt. Es seien «topmoderne» Arbeitsplätze entstanden, sagte Holzach. Ein Drittel davon ist oberirdisch, zwei Drittel sind unterirdisch. Insgesamt stehen im sanierten Gebäude 950 Büroarbeitsplätze zur Verfügung. An der Gartenstrasse sind mehrere Abteilungen untergebracht, die für die UBS nationale und weltweite Dienstleistungen erbringen. Dazu gehört das Call-Center, in dem rund 150 Personen Telefonate vermitteln.

Im Weiteren ist der IT-Bereich an der Gartenstrasse konzentriert, ebenso befindet sich dort das sogenannte Scanning-Center. In diesem werden Millionen von Dokumenten, die in der Schweiz verarbeitet werden, archiviert. Aus der ganzen Schweiz werden auch die «Postretoursendungen» an die Gartenstrasse geliefert, wo sie weiterverarbeitet und wenn möglich an die richtigen Adressen gesendet werden. Allein 250 Personen befassen sich zudem im weltweiten User-Service-Center mit Computerproblemen der Angestellten. Laut Holzach werden im neuen Gebäude keine Dienste mit Kundenkontakten angeboten. Es seien dort klassische Backoffices untergebracht.

Was passiert mit dem Gebäude an der Viaduktstrasse?

Was passiert mit dem noch relativ neuen Ausbildungs- und Konferenzzentrum an der Viaduktstrasse? Die Büros dort sollen vermietet werden, sagt Holzach. Ein Verkauf stehe derzeit nicht zur Diskussion. Das Auditorium, die Säle und die Konferenzräume werde die UBS möglicherweise gemeinsam mit den neuen Mietern nutzen. Definitive Pläne gibt es aber noch nicht. Bereits heute vermietet die UBS die Aulen, Seminar-, Gruppen- und Konferenzräume.

Der markante Bau wurde vom Architekturbüro Diener & Diener Anfang der 90er-Jahre erstellt und 1995 von der UBS bezogen. Die drei miteinander verbundenen Gebäudeteile verfügen über eine Nutzfläche von rund 60000 Quadratmetern.

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