Weihnachtsbeleuchtung
Der Regierungsrat macht der Spalenvorstadt ein Weihnachtsgeschenk

Die Spalenvorstadt wird doch noch in festlichem Glanz erstrahlen: Die Stadtbasler Regierung finanziert einen Ersatz für die gestohlenen Lichterketten. Läuft alles nach Plan, findet die feierliche Einweihung der Beleuchtung pünktlich statt.

Nicolas Drechsler
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Dank dem Regierungsrat wird auch in diesem Jahr eine Weihnachtsbeleuchtung die Spalenvorstadt schmücken. Nicole Nars-Zimmer

Dank dem Regierungsrat wird auch in diesem Jahr eine Weihnachtsbeleuchtung die Spalenvorstadt schmücken. Nicole Nars-Zimmer

Sicherheitsdirektor Hanspeter Gass betätigt sich drei Monate vor seinem Amtsende auch noch als Santiglaus. Als er aus der bz erfuhr, dass die Weihnachtsbeleuchtung in der Basler Spalenvorstadt gestohlen worden war, rief er den Präsidenten der IG Spalen an und fragte ihn, wie er helfen könne. «Als mir Beat Trachsler sagte, dass er 10 000 Franken braucht, um eine neue Weihnachtsbeleuchtung zu kaufen, habe ich diesen Betrag aus dem Lotteriefonds beantragt», bestätigt Gass gegenüber der bz. Und die Mühlen der Bürokratie drehten sich in diesem Fall blitzschnell: Die Regierung stimmte Gass’ Antrag per Zirkulationsbeschluss zu.

Ein solcher Beschluss ist im Prinzip ein normaler Regierungsratsbeschluss, der von einem Departement ins nächste gebracht wird, sodass am Schluss alle sieben Regierungsmitglieder ihre Unterschrift darunter gesetzt haben, ohne sich zu einer regulären Sitzung getroffen zu haben.

Diebischer Elektriker war schuld

Dass die Spalenvorstadt überhaupt um ihre Beleuchtung bangen musste, hat einen kriminellen Hintergrund: Der Elektriker, bei dem die Beleuchtung das Jahr durch gelagert war, ging mit seinem Geschäft Konkurs (siehe bz vom 19.10.). Offenbar verkaufte er auch die Weihnachtsbeleuchtung, um an Geld zu kommen. Nun springt der Kanton Basel-Stadt in die entstandene finanzielle Lücke. «Ich bin froh, dass das alles so reibungslos geklappt hat», freut sich Gass.

Die Zeit drängt

Dass die Regierung nicht einmal ihre allwöchentliche Dienstagssitzung abwartete, um den Beschluss zu fassen, hat einen zeitlichen Hintergrund. Wie Beat Trachsler gegenüber der bz ausführt, werde es ohnehin knapp: «Die Lieferfristen für Lichtergirlanden betragen mehrere Wochen.» Und die feierliche Einweihung der Beleuchtung, die sich auf 40 Tannen entlang der Hausfassaden erstreckt, soll pünktlich am 28.November stattfinden.

Dennoch kleineres Lichtermeer

Die Weihnachtsbeleuchtung in der Spalenvorstadt wird aber, trotz allen Mühen, kleiner ausfallen als sonst. Grund sind die Renovation des Spalentors und das am Gerüst montierte Trompe-l’Œil. «Es ist leider nicht möglich, den grossen Stern am Gerüst aufzuhängen, ohne das Stoffbild zu zerstören», sagt Trachsler.

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