Riehen

Das Todes-Drama schockiert die ganze Gemeinde

Während der Schockzustand bei den Anwohnern anhält, steckt die Polizei mitten in der Arbeit.

Während der Schockzustand bei den Anwohnern anhält, steckt die Polizei mitten in der Arbeit.

Ein Tag nach dem Drama in Riehen ist sicher,: Es war der Familienvater Claudio S., der die Tat begangen. Die Motive des ehemaligen Bundesrats-Mitarbeiter sind noch weitgehend ungeklärt.

Einen Tag nach dem Familiendrama mit drei Toten herrscht in Riehen immer noch Fassungslosigkeit. Noch ist der Telefonanschluss der Familie S. an der Unteren Wenkenhofstrasse in Betrieb, noch stehen die Namen der Opfer an der Tür - notdürftig mit Klebstreifen verdeckt.

In der Nachbarschaft hat der Dreifachmord des Familienvaters Claudio S. Spuren hinterlassen. Einige Passanten geben kurz Auskunft, wollen aber anonym bleiben. «Wir kannten die Familie nicht gut, aber das hätten wir bestimmt nicht erwartet», sagt ein junger Anwohner (16), der mit seiner Schwester (14) an der Garageneinfahrt des Unglücksorts stehen bleibt.

Auch sie untermauert die Fassungslosigkeit: «Für mich gehört das in eine amerikanische Nachrichtensendung. Dass das alles zwei Strassen von uns entfernt liegt, kann ich nicht begreifen.» Den beiden Geschwistern geht die Tragödie derart nahe, dass sie in der vorangegangenen Nacht «kein Auge zugebracht haben.»

Währenddem der Schockzustand bei den Anwohnern der Familie S. anhält, steckt die Polizei mitten in der Arbeit. «Noch zwei bis drei Tage wird die Spurensicherung anhalten», sagt Kriminalkomissär Peter Gill von der Basler Staatsanwaltschaft. Neben der Obduktion der drei Leichen werden auch noch weitere Leute aus dem Umfeld befragt. Über die Täterschaft gibt es nach den Abklärungen keinen Zweifel.

Was einen anscheinend erfolgreichen 59-jährigen Manager aber dazu treiben kann, seine 49-jährige Frau, seine 13-jährige Tochter und sich selbst umzubringen, darüber tappt man indes weiterhin im Dunkeln: «Wir haben bis zum jetzigen Zeitpunkt keinerlei Motive», so Gill. (lsi)

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