Doing Fashion
Das Institut Mode-Design Basel entlässt eine entfesselte Abschlussklasse

Achtzehn Graduiernde des Institutes Mode-Design Basel präsentierten in der kaserne über 130 Haute-Couture-Kreationen. Der Kreativität waren dabei keine Grenzen gesetzt, so war von der Jeans bis zur Abendgarderobe alles vertreten.

Elena Manuel
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Doing Fashion - Abschlussarbeiten der Modefachklasse HGK
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Doing Fashion - Abschlussarbeiten der Modefachklasse HGK

Martin Töngi

«Doing Fashion» erweist sich in der Kaserne als heisse Angelegenheit. Achtzehn Graduierende des Institutes Mode-Design (IMD) Basel zeigen mit einem Abschluss-Defilee, was sie in sieben Semestern gelernt haben. Dass es sich hierbei um funkelnde Leidenschaft fürs Entwerfen von Mode handelt, wird sofort klar.

Über 130 Haute-Couture-Kreationen präsentieren die Diplomierten während rund einer Stunde auf dem Laufsteg in der Reithalle der Kaserne am Samstagabend. Von der Skizze bis zur Kollektion ist alles handgemacht, auch die Accessoires.

Die Vorgabe: Im Minimum sieben unterschiedliche Looks. Für die Bearbeitung hatten die Mode-Studenten ein Semester Zeit. Eine fulminante Feuerprobe, welche kontrastreicher oder innovativer nicht sein könnte. Priska Morger, kreative Leiterin des IMD, setzt die Schau unter das Zeichen des Feuers und verweist hiermit auf die Kernphilosophie der Schule.

Unter ihren und Institutsleiter Kurt Zihlmanns Fittichen sollen die Studenten ihre eigene Gestaltungssprache finden, kritisch gegen kopfloses Design agieren, sich von festgefahrenen Schönheitsbegriffen befreien und vor allem ihr Genie entfalten.

Die Reithalle wird im Gegensatz zum feurigen Programm weiss eingekleidet: weisse Tribünen für die Gäste, weisse Teppiche und asymmetrische Laufstege für die Models. Alte Fernseher türmen sich rund um die Podeste, auf denen die Kollektionen präsentiert werden.

Vertikal fallende Neonröhren beleuchten den Saal, die Zuschauer trudeln zu slawischen Tänzen ein. Aus der Röhre flimmert der Slogan «Doing Fashion» - der Name der Show ist Programm.

Mode als performativer Akt, das spüren auch die Gäste: Manolo Blahniks und Louis Vuittons weichen uniformierten Schutzhüllen - die Böden sollen ja weiss bleiben. Kurz vor Beginn werden die Plastikplanen, die die Teppiche schützen, in aufwendigem Verfahren - Front-Row-Prominenz muss die Füsschen lupfen - weggezogen.

Dann heizt die Musik von Tobias Koch den Models tüchtig ein. Rasende, harte Beats unterlaufen die klassisch liebliche Streichmusik. Die ersten Kollektionen werden in die trockeneis-umnebelte Arena freigelassen.

Eva Buehler eröffnet die Schau mit sommerlicher Frauenmode. Kurze, hüftbetonte Hosen und rückenfreie Oberteile in weissen, goldigen Tönen. Ihr folgt Elisa Kaufmanns eindrücklicher Mantel-Kollektion. Schwere, dicke drapierte Stoffe werden auf hohen Plateauschuhen getragen, geschwungenes Holz verziert als roter Faden mal Haupt, mal Hüfte.

Alles ist vertreten

Kommerzielle Schnitte sieht man hier kaum. Ob Jeans, Seide oder Wolle, Sommerkleider, Wintermode oder Abendrobe - alles ist vertreten. Dieser Jahrgang zeichnet sich durch eine enorm kontrastreiche, innovative Schöpfungskraft aus. Ein zusammenfassendes und beschreibendes Adjektiv lässt sich für diese Klasse nicht finden, denn originell ist jede Kollektion.

Den Abschluss bestreitet die quirlige Performance von Janina Butz, die dramaturgisch wünschenswert an anderer Stelle gesetzt gewesen wäre, da sie choreografisch deutlich aus dem Rahmen fällt.

Schade, dass der Tanz der aufgeschreckten, wild um sich schlagenden Models von den Kleidern ablenkt. Durch die Vielzahl und schwindelerregende Geschwindigkeit, mit der die Kreationen präsentiert werden, vermischt sich am Ende so mancher Eindruck.

Gerne in Erinnerung darf die anmutig sinnliche Arbeit Rafael Koutos bleiben, der seine Kleider nach dem Mondzyklus geschneidert hat.

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